Meine liebsten Plugins für WordPress Erfahrungen nach einem Jahr Blog

Letzte Woche hat mein Blog seinen ersten Geburtstag gefeiert, das habe ich euch ja nun wirklich auch schon oft genug erzählt (hier, oder hier z.B.) und kommt nun hier auch wirklich das letzte Mal vor =D. Trotzdem ist es immer noch wirklich aufregend für mich zu sehen, was sich so in einem Jahr hier getan hat. Und vor allem, wie sich alles entwickelt hat!

Bevor ich meinen Blog gestartet habe, musste ich mich komplett neu in alles einlesen. Von Programmieren, Designen oder Einbinden hatte ich keine Ahnung, mit komplett vorgebauten Webseiten wollte ich aber auch nicht arbeiten, denn ich wollte meinen Blog gestalten können.

Im gesamten vergangenen Jahr kam dann das ein oder andere dazu, einiges ist auch wieder weggefallen. Ich habe ausprobiert und bin natürlich immer wieder dabei die Seite noch weiter zu optimieren. Bausteine, die unverzichtbar sind, sind bei WordPress die Plugins, mit denen man sich seine Seite und sein Theme zurechtbastelt.

Und wer sich einmal mit den WordPress Plugins beschäftigt hat weiß: es gibt unzählige! Welches ist nun das richtige? Welches brauchbar und auf welches kann man verzichten?

Hier möchte ich euch nun meine liebsten bzw. wichtigsten Plugins vorstellen. Ich nutze noch weitere, aber diese halte ich für äußerst hilfreich und kann sie deshalb nur weiterempfehlen! Reihenfolge beliebig (:

Ist es überhaupt gut, viele Plugins zu installieren?

Eine Frage, bei der sich wohl die Geister scheiden. Immer wieder geht es  gar nicht genau um die Frage, welches Plugin man verwenden, sondern eher darum, wie viele Plugins man eigentlich installieren soll. Sucht man nach Plugins in Google & Co ploppt nämlich sofort die Warnung auf: Zu viele Plugins verlangsamen deine Seite! *Warnlichter* *Sirenengeheul*

Dieser Gedanke hält sich auch bei mir hartnäckig, ohne das ich genau weiß, woher er stammt: bloss nicht zu viel installieren, am Ende stürzt noch alles ab oder braucht ewig, um vollständig zu laden. Aber auf meiner Suche habe ich durchaus zwei verschiedene Meinungen dazu gefunden: nämlich die eine, die von der deutlichen Mehrheit vertreten wird, dass man so wenig Plugins wie möglich installieren soll, und die andere, die sagt, dass es nicht auf die Quantität der Plugins ankommt, sondern auf die Qualität.

Die erste Theorie ist ganz einfach: Installierst du etwas, muss deine Seite damit arbeiten. Installierst du mehr, muss auch deine Seite mehr arbeiten. Ergo: sie wird langsamer. Klingt logisch. Oder doch nicht? Denn hier kommt die gegensätzliche Meinung ins Spiel. Die besagt, dass die Plugins ein Zusatz für die Seite sind, mit dem sie arbeiten kann. Ist der Zusatz gut, funktioniert er schnell und fehlerfrei, passiert auch mit der Seite nichts. Ist dieser Zusatz allerdings kaputt, kann auch die Seite kaputt gehen. Michaela Steidl hat in diesem Beitrag z.B. gezeigt, dass es eben nicht darauf ankommt, wie viele, sondern eher welche Plugins man installiert. Es gibt unter den einzelnen angebotenen Plugins erhebliche Qualitätsunterschiede, die sich dann eventuell auch negativ auf die eigene Seite auswirken können. Extratipp: Die Bewertungen der einzelnen Plugins haben manchmal nichts zu sagen. Lieber nach Erfahrungen anderer Blogger/ Seitenbetreiber suchen!

Und was ist nun richtig? Die Meinungen gehen auseinander, am Ende muss jeder Blogger für sich selber wissen, wie er seine Seite am liebsten gestalten möchte und auf welche Hilfsmittel er zurückgreift, bzw. was er bereit ist zu geben, für ein paar Plugins!

Meine liebsten Plugins

Im vergangenen Jahr habe ich nun einige Plugins installiert, manche wieder raus geworfen, andere gefunden. Die ich euch nun vorstellen möchte haben sich dabei hartnäckig gehalten und waren mir eine echte Hilfe. Und genau das sollen Plugins natürlich auch sein! Sie sollen

  • deine Blogarbeit leichter machen
  • deinen Blog sicher machen
  • dir bei der Verbreitung deiner Seite helfen, indem sie z.B. dein Ranking positiv beeinflussen
  • deinen Blog individuell gestalten

Wenn man sich übrigens unsicher ist kann man auch den P3 Plugin Performance Profiler zu Rate ziehen. Dieser analysiert die installierten/ aktiven Plugins der Seite und zeigt in der Auswertung die Dauer, die diese brauchen, um die Seite zu laden. Auch das Theme wird mit in die Berechnung aufgenommen, was äußerst hilfreich ist. Das Plugin wurde nun schon 2 Jahre lange nicht mehr aktualisiert, aber für einen kurzen Blick ist es mehr als praktisch!

Plugins, die die Blogarbeit leichter machen

TinyMCE Advanced

Auf dieses Plugin bin ich viiiel zu spät gestoßen. Wie oft habe ich mich gefragt, warum ich meinen Text nur nicht unterstreichen kann? Warum ich nicht mehr an meinem Text herumbastelnrumexperimentierengestalten kann? Nun, dieses Plugin korrigiert die spärlich eingerichtete Schreibwerkstatt von WordPress und fügt die wichtigsten Funktionen für das Erstellen eines Beitrages zum WordPresseditor hinzu. Damit können nun Tabellen eingefügt, Wörter hervorgehoben, Linien gezogen und vieles mehr werden. Sehr nützlich!

Subtitles

Genauso klein und unscheinbar, wie TinyMCE Advanced, ist Subtitles. Dieses Plugin fügt deiner Überschriftenleiste einfach eine weitere hinzu, damit du in deine Beiträge auch eine Unterüberschrift einfügen kannst. Sieht manchmal einfach besser aus und ist praktischer.

Ultimate Nofollow

Wichtig für alle, die gesponserte Links setzen wollen, den laut Vorgaben müssen diese Links nofollow Links sein! Durch dieses Plugin kann man beim Einrichten eines Links mithilfe eines Kreuzes entscheiden, ob der Link nofollow, oder „normal“ sein soll.

WordPress Editorial Calendar

Nicht wirklich schön, könnte einen Tick bunter sein, aber trotzdem hilfreich: ein Kalender zum Planen der eigenen Beiträge. Ich trage mir alles noch handschriftlich in meinen Kalender zu Hause auf dem Schreibtisch ein, aber durch den in WordPress und den Beitragsbereich integrierten Kalender kann man Beiträge wirklich gut planen und problemlos von Tag zu Tag verschieben (was ich natürlich nicht brauche. Nie! Nicht^^)

Optimus /EWWW Image Optimizer

Diese beiden Plugins optimieren die hochgeladenen Bilder, damit diese die Ladezeit der Seite nicht verlangsamen. Ich hatte beide, habe mich letztendlich für Optimus entschieden, obwohl ich keinen direkten Unterschied feststellen konnte. Sie sind hilfreich, da die Bilder, die die meisten Blogger in ihre Blogs einbauen, sehr groß sind und sich das somit sehr schnell auf die Ladezeit auswirkt. Und daran hängt tatsächlich mehr, als man zuerst denken mag. Was macht das schon für einen Unterschied, ob ein Blog 1 oder 3 Sekunden läd? Einen Großen! Über eine Sekunde kann man mit einem Blinzeln hinwegsehen, drei Sekunden muss man tatsächlich warten. Und das ist ein großer Minuspunkt, wenn ein Leser deinen Beitrag lesen, oder sich umsehen möchte.

Google Analytics Dashboard for WP

Es ist nicht nur praktisch zu wissen, wie viele Menschen eigentlich auf den eigenen Blog kommen, es ist sogar sehr interessant. Zu sehen, welche Beiträge ankommen, welche eher nicht, und auch andere nützliche HInweise und Daten liefert Google Analytics. Mit Google Analytics for WP holt man sich das ganze schon komprimiert auf sein Dashboard. Auch hier gibt es verschiedene Plugins und Möglichkeiten, allerdings muss dringend auf die Vereinbarkeit mit der deutschen Gesetzgebung geachtet werden.

Subscribe to comments reloaded

Wer kennt es nicht selber. Man findet einen interessanten Beitrag, möchte gerne kommentieren und überlegt dann: Seite offen lassen, um weitere Kommentare lesen zu können? Später nochmal suchen? Ich persönlich finde es immer sehr hilfreich, wenn es im Kommentarbereich die Möglichkeit gibt neue Kommentare zu abonnieren, deshalb biete ich das auf meiner Seite auch an. So wird der Leser direkt informiert, wenn sich im Kommentarbereich etwas tut.

Da bei dem Vorgängermodell die Datenschutzfrage nicht ganz geklärt war, gibt es nun ein Reloaded, in dem das Double Opt-In mit eingebaut ist. Wenn ihr auf andere Plugins zurückgreift, die diese Funktion des Kommentare Abonnierens anbieten, unbedingt darauf achten!

Antispam Bee

Auch beim Thema Kommentare stößt man schnell auf Spam. Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten, wie viel Spam tatsächlich durch den Blog fliegt! Weil ich irgendwann keine Lust mehr hatte per Hand zu löschen (und von dem vorinstallierten Akismet abgeraten wird, weil es Datenschutzrechtlich fragwürdig ist) habe ich mir die Antispam Bee geholt, die nun die Drecksarbeit für mich erledigt (: Sie schützt nicht nur den Kommentarbereich, sondern auch Track- und Pinbacks, ist also ebenfalls echt hilfreich.

Cookie Consent

Das mit den Cookies hat ja nun auch jeder irgendwie mal mitbekommen. Ich möchte jetzt gar nicht lange erklären, was es damit auf sich hat, nur: laut Gesetzt muss man seine Leser darüber informieren, falls Cookies auf der Seite verwendet werden. Dies ist der Fall, wenn man z.B. Google Analytics, oder andere Plugins, die Daten in irgendeiner Art und Weise aufnehmen, benutzt. Mit diesem Plugin könnt ihr einen einfachen Hinweis auf eurer Seite einbauen, der den Leser genau darüber informiert. Es gibt noch andere, hier ist die Empfehlung, überhaupt ein Plugin für Cookies zu installieren, wenn man nicht selber darauf hinweisen möchte.

broken Link checker

Fehlerhafte oder falsche Links sind doppelt ärgerlich: zum einen leiten sie dich und deine Leser einfach nicht dorthin, wohin sie leiten sollen, und zum anderen mag Google kaputte Links überhaupt nicht. Es wirkt sich negativ auf dein Ranking aus, wenn du einen Link in deinem Text, oder in deinen Kommentaren hast, der nicht mehr funktioniert. Nun könnte man immer alle Links selber kontrollieren (ja genaaaau), oder man überlässt die Arbeit einem Plugin. Der broken link checker schaut regelmäßig deine Beiträge und Kommentare nach fehlerhaften Links durch und informiert dich.

Jetpack for WordPress

Dies ist ein Paket, für all diejenigen, die ihre Plugins gebündelt haben wollen. Das tolle an Jetpack ist, dass man die Features ein- oder ausstellen kann, je nachdem, was man benötigt. Es gibt Teilen Buttons, Rechtschreibkorrektur, kurz URLs, Formulare, ähnliche Beiträge und vieles mehr. Also Jetpack kann man haben, muss man aber nicht. Ich habe es mir am Anfang meiner Blogzeit geholt, habe aber für die meisten Features mittlerweile andere Plugins.

 

Plugins, die deinen Blog sicher machen

BackWPup

Datensicherung, macht die Seite nicht schöner, das Arbeiten nicht angenehmer, aber sehr viel sicherer. Mir persönlich ist es im vergangenen Jahr tatsächlich schon zwei Mal passiert, dass ich auf ein Backup zurückgreifen musste. Da war der Schrecken groß: nichts hat mehr funktioniert, ich dachte, nun sei alles verloren. Da ist es doch gut zu wissen, das eine Kopie der Daten und Seite existiert! Mit diesem Plugin geht es sehr einfach und schnell.

Limit Login Attempts

Nicht, dass ich damit rechne, das meine Seite demnächst gehackt werden könnte (wofür auch?, Möchte sich vielleicht jemand als Mutti ausgeben?), aber ein kleiner Schutz hat noch niemandem geschadet. Mit diesem Plugin wird die Anzahl der Versuche das richtige Passwort einzugeben beschränkt, sodass Hacker, die versuchen das Passwort zu erraten, schlechte Karten haben (außer euer Passwort ist passwort, oder ein anderes kreatives Passwort derart, was tatsächlich in 3 Versuchen erraten werden kann).

Plugins, die dir bei der Verbreitung deiner Seite helfen, indem sie z.B. dein Ranking positiv beeinflussen

Yoast SEO

Wer einen Blog betreibt kommt über Kurz oder Lang nicht an SEO (Search-Engine-Optimization) vorbei. Suchmaschinen müssen den Blog finden können und wollen, damit sie ihn auch weitergeben. Es gibt einige Plugins, die zur Überwachung der SEO Freundlichkeit der Beiträge empfohlen werden. Ich habe mir Yoast geholt und bin von Anfang an dabei geblieben, weil es einfach und hilfreich ist. Mithilfe eines Ampelsystems sieht man direkt beim Schreiben eines Beitrages, wie gut dieser aus SEO Sicht ist. Außerdem beurteilt er die Lesbarkeit des Beitrages und gibt, ebenfalls im Ampelsystem, Tipps zur Verbesserung. Was will man mehr? Hier geht es um die grundlegenden Dinge, die man bei der Suchmaschinenoptimierung beachten sollte, also die absoluten Basics. Alternativen wären All-In-One-SEO Pack oder auch wpSEO Plugin. Beide habe ich noch nicht ausprobiert. Sie sollen aber, im Gegensatz zu Yoast, effektiver arbeiten und für fortgeschrittene Blogger ein nützliches Hilfsmittel sein. 

In dieser Kategorie gibt es weitere gute Plugins, zum Beispiel für die Verbreitung der Beiträge auf Social Media Kanälen, Teilen Funktionen und Like Buttons. Davon gibt es unzählige ähnliche, dass ich sie aus meiner Liste raus lassen möchte. Auch aus der Kategorie individuelle Gestaltung gibt es einige Plugins, aber das ist, wie der Name schon sagt wirklich individuell und kommt sehr auf die Bedürfnisse und Vorlieben des Bloggers an, weshalb ich auch diese heraus lasse.

Das war meine Liste, gerne könnt ihr mir zeigen, welche eure liebsten Plugins sind, oder mir eure Erfahrungen mitteilen. Der Pluginwald steht so dicht, dass man manchmal das Offensichtliche vergisst, oder einfach nicht sieht!

Ansonsten hoffe ich natürlich die Liste war hilfreich und wünsche euch einen schönen Sonntag,

eure Jenny

 

 

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