Unsere Eingewöhnung in den Kindergarten – wir haben es geschafft

Den einen Freitag hatte ich es in den 5 Freitagslieblingen ja schon angedeutet: Rebekka geht nun auch über Mittag in den Kindergarten. Wir haben es also geschafft! Nachdem der Anfang so holprig war, ging es nun zum Schluss wirklich schnell. Aber das war auch gut so. Warum? Das lest ihr jetzt hier, genauso, wie meine Gedanken zur Eingewöhnung.

In den letzten Tagen der Eingewöhnung ging Rebekka Vormittags für drei Stunden  alleine in den Kindergarten. Ich habe sie hingebracht, mich verabschiedet und bin wieder gegangen. Halb 12 habe ich sie dann wieder, zusammen mit Hanna abgeholt. Das hat auch wunderbar geklappt. Nur, dass danach gar nichts mehr ging. Gegen 11 Uhr wird Rebekka immer müde, das ist natürlich auch so, wenn sie im Kindergarten ist. Ich habe sie also abgeholt, und sie war total erschöpft. Ich habe sie angezogen und dann ist sie mir schon auf dem Arm, im Kinderwagen, oder wo auch immer eingeschlafen. Dann hat sie auf dem Weg nach Hause geschlafen, ist zu Hause dann aufgewacht und wollte sich nicht wieder hinlegen lassen. Sie hat dann den ganzen Nachmittag geweint und war total fertig, weil die 10 Minuten Schlaf natürlich nicht gereicht haben (aber nochmal Schlafen waren natürlich keine Option für sie).

Eigentlich wollten wir die Eingewöhnung weiter langsam angehen. Also Rebekka erstmal langsam an das Mittagessen gewöhnen und dann den Mittagsschlaf angehen. Aber da das alles so nicht mehr funktioniert hat, wollte ich, dass Rebekka gleich ganz dort bleibt.

Gesagt, getan. In der letzten Woche dann durfte Rebekka im Kindergarten mit essen und hat auch dort geschlafen. Und? Alles gut. Sie hat gegessen, sie hat geschlafen. Ich war am ersten Tag kurz bevor sie aufgewacht ist wieder im Kindergarten und konnte also gleich nach ihrem Aufwachen mit ihr Kuscheln. Das war für sie ein guter Start und so läuft es jetzt wirklich gut. Bis alle Kinder schlafen dauert es eine Weile, also schläft Rebekka meistens bis 2 Uhr oder 2 Uhr 30. Dann hole ich sie auch schon ab und Rebekka kommt dann auch gerne mit nach Hause.

Da Rebekka bis höchstens 15 Uhr angemeldet ist, ist die Eingewöhnung damit geschafft. Natürlich wird sie zu den unzähligen Schrittchen vorwärts, die sie in dieser letzten Zeit gemacht hat, auch immer wieder welche zurück gehen, ich denke da vor allem an die große Weihnachtspause, Krankheit ihrer Betreuer und ähnliches, aber wir haben es geschafft, dass Rebekka sich gerne in der Einrichtung aufhält und den Betreuern und anderen Kindern soweit vertraut, als dass sie sich von ihnen trösten und beruhigen lässt. Und das ist wohl das A und O.

Die Eingewöhnung

Eine Frage, die ich mir oft gestellt habe, vor und während der Eingewöhnung, ist, die nach dem richtigen Alter des Kindes. Ist mein Kind wirklich bereit, fremdbetreut zu werden? Ist es wirklich schon bereit, sich von mir zu trennen? Obwohl ich mir mit Rebekka schon viel Zeit zu Hause gelassen hatte, kommt sie mir immer noch so unglaublich klein vor. So, als ob sie auch gut noch ein weiteres Jahr bei mir zu Hause bleiben könnte. Und das der Start der Eingewöhnung so langsam war, zeigt ja eigentlich auch nur, dass ich da irgendwie richtig liege.

Dann gibt es aber auch die andere Seite, dass Rebekka schon großes Interesse am Kindergarten gezeigt hat und das Losgehen jedes Mal ein Kampf war. Sie wollte dort bleiben und spielen. Natürlich am liebsten mit mir, aber ich habe an backen in der Spielzeugküche nun nicht mehr so viel Spaß.

Aber das wichtigste, was ich in der letzten Zeit realisiert habe: es geht nicht nur darum, was das beste wäre. Es geht auch darum, was möglich ist. Ich kann mir noch ewig den Kopf zerbrechen, ob ich sie noch drei Monate zu Hause hätte lassen sollen, wenn ich ja weiß: es geht gar nicht. Ich kann sie nicht zu Hause lassen, weil ich dann zu nichts komme (was mir immer noch ein Rätsel ist. Wie schaffen es die Kinder tatsächlich 12 Studen vom Tag in Beschlag zu nehmen, ohne großartig etwas zu machen? Also außer Chaos und Randale versteht sich). Und ich muss nun auch wieder ran, die genüssliche Elternzeit ist vorbei, mein Leben abseits der Mamiwege läuft nun weiter und da ist es unmöglich noch mit Rebekka zu Hause zu bleiben.

Und deswegen möchte ich auch gar kein schlechtes Gewissen haben, niemand sollte das. Jede Familie trifft die Entscheidungen, die für sie am Besten sind. Ich finde es unmöglich, wenn hier im Hausmuddistaat Bayern ständig alle kommen mit: “also iiiiiiich habe meine Kinder ja alle mindestens drei Jahre zu Hause gelassen!” Ja schön. Duuuuuuu hast dann anscheinend auch reich geerbt. Und sonst nichts zu tun.

An sich ist der Kindergarten schon einfach ein Ort, an dem man seine Kinder abläd, um andere Aufgaben zu erledigen. Die man entweder mit Kind nicht machen kann oder möchte. Und davon gibt es ja nun wirklich genügend! Deswegen finde ich es ja auch so wichtig, sich einen Kindergarten zu suchen, mit dem man wirklich zufrieden ist. In welchem man hinter der Konzeption steht und man vor allem auch sieht, dass die Konzeption mehr als ein Schriftstück ist. In dem man merkt, dass die Kinder gut aufgehoben sind. In dem man merkt, dass die Kinder nicht einfach auf einem Haufen sind und spielen, sondern dass sie dabei auch wirklich betreut werden, auf ihre Bedürfnisse und Gefühle eingegangen wird.

Ich habe so einen Kindergarten gefunden, und deshalb bin ich froh, dass Rebekka ihn genauso gut angenommen hat, wie Hanna damals. Hanna hatte natürlich ein großes Mitspracherecht, bei unserer Kindergartensuche, Rebekka kann sich leider noch nicht wirklich verständlich machen und muss einfach unserer Entscheidung vertrauen.

 

Und nun bin ich gespannt, was auf uns zukommt, denn für uns alle startet nun ein neuer Abschnitt. Ich bin nun nicht mehr in Elternzeit, Rebekka wird wohl wirklich langsam ein großes Mädchen, Hanna hat jetzt ihre Schwester im Kindergarten. Es wird sich einiges ändern. Das ein oder andere werdet ihr bestimmt hier mitbekommen!

Bis dahin liebste Grüße,

eure Jenny

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