WMDEDGT im Oktober bei bestem Wetter?
Ganz klar: Arbeiten, denn es ist Montag. Mein neuer Arbeitsplan sieht aber vor, dass ich montags und dienstags sehr kurze Tage habe, weshalb ich mich heute um einige unerledigte Aufgaben kümmern konnte. Weshalb ich das erzähle? Weil der 5. ist und Frau Brüllen wieder fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag (WMDEDGT)? Let’s go!
06:50 Uhr. Jaha, es ist zehn Minuten später geworden. Ich werde nämlich einfach kein Morgenmensch. „Du musst nur oft genug früh aufstehen. Der Wille zählt! Da gewöhnt man sich dran und das tut so gut!“ Nix da. Ich bin morgens müde, das war gefühlt schon immer so und ich bezweifle stark, dass sich das noch ändern wird. Solange es reicht, wenn ich um 06:50 Uhr aufstehe, mache ich das jetzt.
Und es funktioniert erstaunlich gut, obwohl nun beide Kinder recht früh zur Schule losmüssen. Aber auch ich musste heute früh los. Damit sich mein kurzer Tag lohnt, wollte ich direkt um 8 Uhr bei der Arbeit sein. Sonst beginne ich immer erst um 08:30 Uhr, was morgens wesentlich angenehmer ist. Also Kinder fertig gemacht, beziehungsweise Brotdosen und Flaschen rausgestellt, ab und zu die Uhrzeit laut vor mich hergesagt, beide verabschiedet und dann selbst ins Auto gestiegen.
Um den langweiligsten Arbeitstag in diesem Jahr zu starten. Ich musste nämlich Datenschutzschulungen machen. Vier Stück. Das ist genau aufgegangen. Zusammen mit ein paar Absprachen und Planungen und einer zusätzlichen Schulung, weil ich schlicht falsch gelesen und deshalb die falsche Schulung gemacht hatte, habe ich dann mit nur einer halben Stunde Überzeit das Büro wieder verlassen.
Danach Katzenfutter besorgen und einen neuen Snackball beim Futterhaus direkt gegenüber meiner Arbeitsstelle. Der Kater hat mich nämlich die halbe Nacht wachgehalten, weil er spielen wollte. Ich dachte: Ha! Dann bekommt er halt ein neues Spielzeug. Spoiler: Der Ball juckt ihn gar nicht. Egal, wie viele Leckerli ich reinstopfe.
Danach zum Einkaufen. Denn wer, glaubst du, stand Samstag abfahrbereit mit Tüten und Einkaufsliste im Gang und hat dann gesagt bekommen, dass doch Feiertag ist? Ja genau, ich. Oder genauer gesagt: ich und unser Papa. Der hat das nämlich auch erst am Samstag richtig realisiert. Also bin ich alleine einkaufen gefahren und habe besorgt, was wir für die Woche so brauchen. Ich habe mir vorgenommen: Jede Woche gibt es jetzt Kürbis und eine Suppe. Wie sehr ich mich auf die Herbstzeit freue, habe ich dir ja schon gestern geschrieben.
Etwa halb zwei war ich dann zu Hause, zusammen mit den Mädels, die beide gerade von der Schule gekommen waren. Einkäufe auspacken, etwas essen und dann endlich zu den Dingen, die ich machen wollte. Ganz oben auf meiner Liste stand, einen Wanderweg oder etwas Ähnliches für morgen auszusuchen. Ich habe einen sehr kurzen Arbeitstag und kann direkt danach einfach losdüsen. Raus in die Natur, Richtung Berge.
So soll künftig mein Dienstag aussehen.
Eigentlich möchte ich so einen Tag schon seit einem Jahr haben, aber irgendwie kam meistens etwas dazwischen. Und ich habe wohl auch nicht klar genug gesagt, dass ich an meinem kurzen Tag eben keine langen Gespräche führe, Messen besuche oder oder oder. Mache ich aber jetzt. Weil ich das echt brauche.
Danach habe ich an einem Geschenk für meinen Opa gesessen. Da fehlen noch ein paar Feinheiten, bevor ich es spätestens Mittwoch abschicken muss.
Und so verging dann die Zeit, bis es jetzt 18:30 Uhr ist. Wir sind wieder zu viert zu Hause und ich koche Essen, während unser Papa bei der Versicherung der Frau anruft, die den zweiten Schaden an unserem Auto verursacht hat. Wir hatten so ein Gefühl, dass sie ihn selbst nach der Sache mit der Polizei nicht gemeldet hat. Und siehe da: Der Versicherung war auch nach zwei Wochen noch nichts von dem Unfallschaden bekannt.
Ich finde es so unverschämt, wie man damit durchkommen kann, einen Schaden zu verursachen, wegzufahren, dann auch noch ziemlich glimpflich davonzukommen, als die Polizei einen am Auto aufklärt, zu versprechen, den Schaden jetzt ordnungsgemäß zu melden, und es dann einfach nicht zu tun.
Wieder müssen wir dem hinterherrennen. Wie schon beim ersten Schaden.
Aber ich möchte mich jetzt am Abend nicht mehr ärgern. Deswegen denke ich lieber an die leckeren Tortellini, die es jetzt bei uns gibt.
Hab du auch einen schönen Abend,
deine Jenny







