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2 Kommentare

  1. Mich beschäftigt vor allem das Alleine-Essen. Man reserviert, setzt sich hin, bestellt etwas und isst es auf – objektiv betrachtet eine Tätigkeit mit überschaubarem gesellschaftlichem Gefahrenpotenzial.

    Im Kopf wird daraus allerdings sofort eine kleine öffentliche Anhörung: Warum sitzt die da allein? Hat sie niemanden? Ist das komisch? Darf man für sich selbst überhaupt Geld für Pfifferlingspasta ausgeben?

    Besonders schön finde ich deshalb die nüchterne Erkenntnis: „Und ich hab da was gemacht: gegessen.“ Mehr war tatsächlich nicht vorgesehen.

    Vielleicht sollte man solche vermeintlichen Mutproben grundsätzlich einmal auf ihren tatsächlichen Vorgang reduzieren. Allein ins Kino: Film ansehen. Allein ins Café: Kaffee trinken. Allein verreisen: irgendwo anders schlafen.

    Das würde allerdings eine Menge innerer Dramaturgie ruinieren.

    Und vermutlich würden wir dann feststellen, dass die anderen Menschen im Restaurant mit einer ganz anderen Sache beschäftigt sind:

    mit ihrem eigenen Essen.

    1. Ja klar, der gute alte Kopf. Oft denke ich mir: Hey, du solltest doch auf meiner Seite sein und nicht ständig alles infrage stellen! Ein wirklich schöner Gedanke, einfach alles auf die banale Tätigkeit runterzubrechen. Vielleicht kann man dann essen gehen oder ins Kino oder auf einen Kurztrip, und der Kopf hat schon vorher kein Gegenargument mehr? Das wäre ja mal was! Denn wie du so schön schreibst, es ist ja eher die eigene innere Stimme, die da laut ist. der Rest ist mit ganz eigenen Sachen beschäftigt…

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