WMDEDGT krank in den Herbstferien?
Ich glaube, die Überschrift bereitet schon sehr gut darauf vor, was hier gleich kommen wird, nämlich nicht viel. Seit gestern bin ich krank. Gestern war mein letzter Urlaubstag, den ich schon krank verbracht habe, und heute hätte ich eigentlich für einige Vorbereitungen, Termine und Berichte in die Schule gehen sollen. Aber nichts da.
Warum ich dir das erzähle? Weil Frau Brüllen am 5. immer fragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag (WMDEDGT)? Viel Spaß!
Mit dem Kranksein kommen neben Job und Kindern aber noch ein paar andere Dinge dazu: Schuldgefühle, ein Planungsmarathon und alles, was eben nicht aufhört, nur weil man krank ist.
Mein Wecker hat heute Morgen ganz normal geklingelt, weil ich gehofft hatte, dass es mir nach einem Tag im Bett wieder besser geht. Dem war aber nicht so. Mein Kopf funktionierte nicht, meine Nase war komplett zu und mein Hals tat weh. Der Klassiker halt.
Der einzig richtige Schritt war also, mich krankzumelden, und das habe ich auch direkt gemacht. Ich habe es sogar geschafft, gleich wieder ins Bett zu steigen und bis Mittag zu schlafen. Die Kinder sind immerhin groß genug, sich auch mal einen Tag selbst zu versorgen.
Dann ging bei mir aber schon das Gedankenkarussell los. Am Montag soll es Elterngespräche geben und die sind noch nicht fertig geplant. Wenn ich nun aber krank bin und erst am Montag wieder zur Arbeit komme, wird das natürlich nichts. Außerdem ist der Monat arbeitstechnisch ziemlich voll, sodass alle Stunden, die fehlen, echt auffallen. Also war ich am Überlegen, wie ich es mache, und schon wieder halb dabei, doch noch ein wenig von zu Hause aus zu bearbeiten. Aber da hat mir zum Glück mein Kopf einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Eigentlich vertrete ich ziemlich streng die Regel: Wer krank ist, soll sich ausruhen. Arbeit kann warten oder delegiert werden. Ziemlich schnell kommt man aber doch an den Punkt, an dem man denkt, dass es ja „nur jetzt“ und „nur ein bisschen“ ist. Aber heute ging es wirklich nicht.
Also bin ich wieder ins Bett. Den Mädels ging es gut, ich hatte aber ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil ich so gerne etwas mit ihnen unternehmen wollte. Eigentlich schon am Mittwoch, dem ersten Tag meiner Krankheit. Ich wollte raus mit ihnen, ein wenig laufen, vielleicht ein neues Gebiet erkunden.
Und stattdessen hocken wir drin und ich schaffe es nicht mal, eine Partie irgendwas mit ihnen zu spielen.
Irgendwie komme ich dann auf die Idee, dass etwas frische Luft vielleicht ganz guttun würde, und kaufe online zwei Lebensmittel-Retter-Tüten im Biomarkt ganz in der Nähe. Keine Ahnung, warum. Natürlich bin ich nicht fit genug, sie selbst zu holen, und unser Papa fährt mit mir hin, nachdem er nach Hause gekommen ist. Da nehmen wir gleich noch ordentlich Zitronen für Tee mit. Und auf dem Rückweg wird etwas zu essen gekauft.
Was für ein Tag. Ich hoffe, ich bin schnell wieder fit. Jetzt verschwinde ich auf jeden Fall wieder direkt ins Bett.
Dir wünsche ich einen schönen Abend!
Deine Jenny








