Rebekkas 2. Monat

Wahnsinn – 2 Monate ist Rebekka nun Teil unserer Familie. Es ist merkwürdig, denn einerseits ist die Zeit so schnell vergangen und ich kann gar nicht glauben, dass mein Kind nun schon kein richtiges Neugeborenes mehr ist. Sie hat schon viel gelernt, ist schon viel gewachsen und definitiv schwerer geworden. Andererseits finde ich es schon schwierig mir vorzustellen, dass es eine Zeit gab, in der sie nicht da war. Sie ist Teil unserer Familie und auch wenn wir unseren Rhythmus noch nicht richtig gefunden haben kommt es mir vor, als ob sie schon immer da war. Es ist alles so selbstverständlich.

Obwohl die meisten Veränderungen langsam kommen, würde ich sagen, es hat sich schon viel getan. Immer noch meine ich, dass Rebekka ein sehr zufriedenes, ruhiges Kind ist. Klar, sie schreit mal, und hat auch ihre unruhigen Tage, aber sie kommt mir einfach ausgeglichen vor. Ob das nun an ihrem Charakter liegt, oder daran, dass sie nun mal manchmal warten muss, da Hanna auch noch da ist, kann ich noch nicht einschätzen. Aber das ist zurzeit auch noch unwichtig. Und trotzdem, obwohl Rebekka relativ ruhig ist und ich wenig Zeit darauf verwenden muss sie zu beruhigen, kommt es mir vor, als ob ich keine Zeit hätte. Ich schaffe nichts. Ich nehme mir einiges vor, möchte Schreiben und natürlich gibt es auch genügend im Haushalt zu tun. Aber irgendwas, wenn nicht auch mal alles, bleibt meistens liegen. Aber auch wenn die meisten Beiträge, die ich in der letzten Zeit im Kopf hatte, warten mussten wollte ich doch dieses Babyupdate pünktlich bringen. Also viel Spaß beim Lesen!

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Rebekka ist nun 61cm groß und ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung wie schwer. Mitte des 2. Monats (zur U3) hat sie 4500g gewogen, seit dem hatten wir nicht mehr die Gelegenheit sie zu wiegen!

Trinken /Stillen /Probleme

Innerhalb des 2. Monats ist der Rhythmus etwas durcheinander geraten. Soll heißen, er ändert sich ständig. Von einer Stunde bis vier Stunden Pause ist alles dabei und da ich immer noch nach Bedarf stille, und das auch noch sehr gut klappt, belasse ich es dabei. Die Probleme, also vor allem das Spuken, sind dabei viel weniger geworden. Auch Bauchschmerzen hat sie kaum. Wobei man natürlich unterscheiden muss: Mit Bauchschmerzen beziehe ich mich auf richtig miese fiese Schmerzen, bei denen sie schreit, und zwar stundenlang und man nur daneben steht und nicht weiß, was man noch für das kleine Wesen machen kann. Solche Bauchschmerzen hatte sie in dem Monat äußerst selten (etwa einmal die Woche). Das der Bauch drückt, sie sich unruhig von einer Seite auf die andere wirft (also so wie Babys das halt machen ohne sich großartig zu bewegen) und mit den Beinchen strampelt, das kommt häufiger vor.  Vor allem, weil sie in diesem 2. Monat angefangen hat erst alle zwei bis drei Tage, gegen Ende des Monats höchstens einmal pro Tag eine volle Windel zu haben, und ihr diese Umstellung sichtlich Probleme gemacht hat. Aber sie weiß sich da schon gut selbst zu helfen.

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Schlafen und Tragen

Das mit dem Schlafen klappt ganz gut, auch wenn auch hier ihr Rhythmus komplett verloren gegangen ist. Jede Nacht ist anders, aber die meisten sind zum Glück ganz ok (komplett durchgemachte Nächte gabs in diesem Monat nur 2 – zum Glück!). Sie hat vier Mal fünf Stunden am Stück geschlafen (Juhuuuu! Was für eine Erholung!), aber genauso gab es viele Nächste, in denen sie nur eine Stunde am Stück geschlafen hat, vor allem während des 2. Schubs).

Unsere große Errungenschaft des 2. Monats ist das alleine Liegen im Stubenwagen. Dort liegt sie nun schon einige Zeit alleine, entweder wach mit einem Mobile, dann fordert sie nur, dass das Mobile in Bewegung bleibt, oder schlafend.

Tragen tue ich sie vor allem vormittags. Wenn ich Hanna in die Kita bringe ist es einfach immer noch am praktischsten  Rebekka in der Trage mitzunehmen. Da schläft sie dann meist auch zu Hause noch weiter drin. Sie mag das Tragen sehr und wird dabei sehr schnell ruhig und schläft.

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Der zweite Sprung

Was soll ich sagen. Er ist da und es ist anstrengend. In der 7. Woche kam von einen Tag auf den anderen eine Unruhe und eine Unzufriedenheit, die die Stunden echt langegezogen hat – tagsüber und auch nachts. Es ging nichts mehr, Essen war nicht richtig, aber nichtessen auch nicht. Bloß nicht irgendwo rumliegen, aber getragen werden war auch immer blöd. Das schlimmste, und das war neu bei diesem Schub (im Vergleich zum Letzten) hatte ich ständig das Gefühl nicht genügen Milch zu haben. Sie wollte ständig angelegt werden und ich hatte einfach das Gefühl, dass nie was da war. Aber ich meine mich zu erinnern (Oje ich wachse hab ich verlegt, ich kann es einfach nicht finden und deshalb leider gerade nicht nachlesen), dass das normal ist und es scheint nun auch langsam vorüber zu gehen. Die andere Sache ist, dass sie nur noch von mir, eventuell manchmal von Papa, aber größtenteils von mir, gehalten werden wollte. Zurück zur Mama, klar, daran erinnere ich mich auch, aber beim ersten Sprung konnte sie auch noch die Oma beruhigen. Diesmal gar nicht mehr. Das war dann natürlich etwas schwierig, da die extrem unruhigen Phasen natürlich genau zur Schlafenzeit von Hanna kamen und die dann ganz schön viele Abstriche machen musste (dazu aber mehr unter >Schwestern<). Die Lage hat sich nun aber schon ein wenig beruhigt und ich hoffe das der Sprung bald überstanden ist.

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Schwestern

Es läuft gut. Und so gerne ich auch sagen würde: Immer!, wäre das natürlich gelogen (oder einfach blauäugig). Also meistens läuft es gut, Hanna ist immer noch ganz versessen auf ihre kleine Schwester und beide strahlen sich an, wenn sie sich sehen. Das erste, was Hanna nach dem Aufstehen möchte, ist Rebekka halten, oder, wenn das nicht geht, sie wenigstens streicheln (außer es sind große Ablenkungen, wie Besuch da, da ist das dann doch schon mal wichtiger). Aber, in diesem zweiten Monat ist er zum ersten Mal gefallen, der Satz, der mein Herz zerrissen hat. Das klingt so dramatisch, aber ich hätte tatsächlich auf der Stelle losweinen können. „Mama, ich wünschte die Rebekka wäre nicht rausgekommen“. Uff. Immerhin wünscht sie sie nicht komplett weg, halt nur in den Bauch zurück. Und klar, da war sie noch alleine, ihre Schwester irgendwie schon Teil unserer kleinen Familie, aber die ganze Aufmerksamkeit hatte Hanna alleine. Aber sie hat es nur dieses eine Mal gesagt, und das zu einer Situation, in der ich es nachvollziehen konnte. Rebekka meckert meistens abends, natürlich genau dann, wenn ich Hanna eine Geschichte vorlesen möchte oder wir nochmal über den Tag reden. An diesem Tag waren es abends miese fiese Bauchschmerzen und unser Papa war nicht zu Hause, sodass die Geschichte ganz ausfallen musste. Das war einfach zu viel, vor allem weil die Tage vorher auch schon unruhig waren.

Aber abgesehen von diesen einen Abend läuft es super du ich finde es toll, wie sehr die beiden schon richtige Schwestern sind!

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Verschiedenes

Ihre Laute werden kindlicher (und so viel süüüüßer! (: ). Das meckern klingt schon richtig ärgerlich, weinerlich und nicht mehr nur wie das Babyschreien. Das Lachen klingt richtig vergnügt, sie gluckst vor sich hin und kann Freude schon ausdrücken. Und sie brabelt ihre ersten Laute. Ende des ersten Monats hat sich schon ein „grü“ gezeigt, das kam im 2. Monat viel öfter und deutlicher und auch ein „ere“. Meganiedlich (:

Ich war das erste Mal mit beiden Kindern abends alleine (zum Abendessen und Hinlegen) und es hat erstaunlich gut geklappt. Beim ersten Mal war Rebekka zum Glück nicht unruhig, ich hatte sie einfach ab dem Abendessen in der Babytrage und konnte Hanna so ins Bett bringen. Ich hatte ja vorher etwas Angst vor der Situation, also vor allem davor, nicht beiden Kindern gerecht werden zu können, da die Bedürfnisse doch sehr unterschiedlich sind und wenn es um Rituale geht Hannas Toleranzgrenze nicht gerade hoch ist. Aber ich bin froh, dass es so ruhig verlaufen ist, so war ich dann auch bei den nächsten Malen, bei denen ich mit beiden Kindern alleine war, viel entspannter!

Sie nimmt immer noch kein Nucki. Aber ich muss auch sagen, dass ich es kein einziges Mal mehr probiert habe. Mir ist es egal, da sie sich sehr gut ohne Nucki beruhigen kann/lässt. Ich habe jetzt oft gehört, dass man die Kinder daran gewöhnen soll, auch an die Flasche, weil sie sich sonst eventuell nicht abstillen lassen, weil sie sich halt an die Brust und nicht die Flaschen gewöhnt haben bzw. einfach nicht wissen, was sie mit Flaschen anfangen sollen. Ich muss sagen, ich warte da einfach mal ab und schaue dann, wenn es soweit ist, wie es weitergeht. Ich bin ganz zuversichtlich, dass sich immer eine Lösung finden lässt, mit der alle umgehen können. Und ich möchte Rebekka auf keinen Fall zu etwas zwingen, das sie nicht möchte, und etwas anderes wäre das ja nicht, wenn ich ihr die Flasche oder den Nucki in den Mund drücken würde (das muss aber ganz klar jeder für sich entscheiden, wie er das macht!).

Sie interagiert schon viel mehr und es macht richtig Spaß sich mit ihr zu beschäftigen, wenn sie wach ist. Wie lange das immer ist, ist noch ganz unterschiedlich, mal nur wenige Minuten, mal ist sie auch eine halbe Stunde aufmerksam und schaut durch die Gegend (oder träumt vor sich hin). Sie lacht immer mehr, vor allem wenn sie etwas wieder zu erkennen scheint. Vor allem Mama, Papa, Schwester und Mobile stehen da ganz hoch im Kurs bei ihr (:

Die ganze Familie kennt Rebekka nun. Bis heute war die Oma, und damit das letzte Familienmitglied, das Rebekka noch nicht kannte, da. Es ist natürlich schön, wenn die Familie die eigenen Kinder kennenlernt und so auch, wenn auch vorerst nicht bewusst, Teil von Rebekkas Welt wird. Unsere Familien wohnen leider weit entfernt und daher ist es nicht selbstverständlich, dass die Kinder Zeit mit den Groß- oder Urgroßeltern verbringen können.

Es war ein schöner zweiter Monat. Er hat viele Veränderungen gebracht und vor allem hat jetzt der Alltag wieder angefangen. Unser Papa musste wieder arbeiten, Hanna war wieder im Kindergarten ud wir haben probiert hier eine gewisse Routine zu entwickeln. Das ist uns noch nicht vollständig gelungen, dafür ändert sich Rebekkas Rhythmus einfach noch viel zu oft, aber es pegelt sich langsam ein. Ich bin schon gespannt, was der neue Monat bringt! Ich hoffe auf jeden Fall auf ein wenig mehr Zeit, damit ich wieder zu etwas mehr komme 😀

Bis dahin viele Grüße,

eure Jenny

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