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4 Kommentare

  1. Beiträge wie diese sind es, die den Leser/innen klarmachen sollten, wie weit wir noch von einem halbwegs familien- sprich kinderfreundlichen Land entfernt sind. Gewiss hat sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert.

    Der soeben verstorbene CDU-Politiker Heiner Geißler hat in den 1980er Jahren (?) schon kritisiert, dass diese Gesellschaft die Leistung einer berufstätige Frau höher bewerte als die einer Hausfrau und Mutter. Das ist heute noch so. Selbst die Wahlfreiheit existiert im Grund nur auf dem Papier. Viele Haushalte kämen finanziell nicht zu recht, wenn nicht beide arbeiten gingen. Dazu kommt, dass sich die Erwartungshaltung in der Gesellschaft verändert hat. Die Frau hat davon aber nicht profitieren können oder wenigstens nur zum Teil. So bleibt der Spagat, der Männern aber vor allem Frauen damit abverlangt wird.

    Ich hoffe, Sie finden den richtigen Weg für sich und Ihre Familie.

    1. Vielen Dank für den Kommentar und ich sehe das ganz genauso: von kinderfreundlich ist hier recht wenig zu sehen. In der Theorie sind Frauen ein ganzes Stück freier, als noch in den 1950er Jahren, der Hochburg der Hausfrauen. Aber in der Praxis lässt sich das, was es den Familien und Frauen einfacher machen soll Familie und Haushalt mit der Karriere zu vereinbaren, kaum umsetzen bzw. sehen. Zu dem, dass eine Familie meist beide Einkommen braucht kommt ja eben der Umstand, dass es Frauen durch das „Schwangerschafts-“ und „Kinderproblem“ schwieriger in der Berufswelt haben, die Kinder nicht immer betreut werden können und und und. Ich muss zugeben, für mich habe ich es auch schon „aufgegeben“, in meinem Leben noch eine positive Veränderung zu sehen. Alles was ich hoffen kann, ist, dass meine Kinder es besser haben werden, immerhin habe ich zwei Töchter…
      Beste Grüße,
      Jenny

  2. Liebe Jenny,

    ich bin beeindruckt von Deinem unverblümt offenen Artikel, der einen beispielhaften, aber mit Sicherheit repräsentativen Mama-Alltag beschreibt. Eine Situation, in die viele Frauen sich nicht bewusst begeben, sondern in der sie sich urplötzlich wiederfinden.

    Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten durchaus weiterentwickelt, was unser Elternzeitmodell, die Vereinbarkeit von Kind und Karriere, sowie Betreuungsmöglichkeiten angeht. Doch von einer wirklich kinder- und familienfreundlichen Gesellschaft sind wir noch ein gutes Stück entfernt.

    „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Das ist ein afrikanisches Sprichwort, das mir auf Anhieb gefallen hat. In Afrika kann man sich auch gleich sehr bildhaft den sozialen Zusammenhalt eines ganzen Dorfes vorstellen.

    In unserer westlichen Kultur dagegen sind viele Eltern und ganz besonders auch Alleinerziehende auf sich gestellt. Von einem Dorf zur Unterstützung kann hier nicht die Rede sein, wenn bereits das Bangen um einen Kitaplatz oder eine Mittagsbetreuung die Karriere unplanbar bis unmöglich macht.

    Wirtschaftsunternehmen, wie auch Arbeitgeber im öffentlichen Dienst, werben mit vielverheißenden Schlagworten wie „familienfreundlich“, „Betriebskita“, „flexible Arbeitszeiten“ oder „Home-Office“. Dennoch hört man leider nicht zu selten, dass Frauen, nach ihrer Rückkehr aus Babypause und Elternzeit nur wenig gefördert werden. – Reduzierte Arbeitszeit, Arbeitsausfallrisiko aufgrund kranker Kinder, Einschränkung bei Reisetätigkeit bzw.Tätigkeiten mit internationalem Fokus. Damit ist der Marktwert dann wohl erst einmal reduziert…

    Mama-Sein & Karriere??? – Da gibt’s noch viel zu tun!

    Dir und Deiner Familie alles Gute auf Eurem Weg
    LG Stefanie | windelprinz.de

    1. Hallo Stefanie,
      danke für deine Worte! Ich denke die Problematik der Hausfrau und Mutter gehört mit zu den Themen, die in unserer Gesellschaft ungern an- bzw. ausgesprochen werden. Denn wie du schon schreibst: wir haben uns schon weiterentwickelt, es gibt so viele Neuerungen, die es Müttern einfacher machen sollen, wieder in das Berufsleben zurückzukehren, bzw. als Mutter einer Arbeit nachzugehen. Wir sind freier geworden. Aber leider passt das in den wenigsten Fällen wirklich. Meist rutscht trotzdem noch nie Frau in das Hausfrauendasein und kommt schwer wieder heraus. Ich ich bin ganz deiner Meinung, dass unsere Gesellschaft noch sehr weit von kinderfreundlich entfernt ist. Und Untenehmen machen es da einfach nach, in dem sie nach außen hin Kinderfreundlichkeit signalisieren, die Vereinbarkeit für Frauen und Mütter aber doch nicht gegeben ist! flexible Arbeitszeiten, wie ich sie hier in manchen Jobangeboten gelesen habe, sind zum Beispiel trotzdem nicht mit den Kitazeiten vereinbar. Das Vständnis, wenn Kinder krank werden und Mama zu Hause bleiben muss- geht gegen Null.
      Veränderung braucht seine Zeit, ich kann nur hoffen, dass es weiter voran geht und es Frauen und Müttern in nicht all zu ferner Zukunft leichter Fallen wird ihr Leben mit Kind UND Karriere zu planen!
      Liebe Grüße,
      Jenny

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