Rebekkas 10. Monat – ein Monatsbericht

Das Kind ist so riesig! Meistens findet die Mutter ja gar nicht, dass das Baby irgendwie gewachsen ist, immerhin verbringt sie jeden Tag mit ihm. Aber ich muss sagen: ich sehe es deutlich, Rebekka macht einen Schuss nach dem anderen. Ich bin nur am Sachen ein- und aussortieren und mich zu wundern, wie sie so schnell groß werden kann. Aber nicht nur körperlich ist sie gewachsen, sie hat diesen Monat, nach ihrem Wachstumsschub sooo viel neues gelernt, was alles über das standardmäßige Babylernen von Bewegen&Co hinausgeht.  Uuuund es gibt eine neue Kategorie: Kommunikation, denn auch hier hat Rebekka etwas tolles neues gelernt! Genauer: hier im Monatsbericht!

Stillen und Beikost

Die Entwicklung war ja im letzten Monat schon abzusehen, deshalb gibt es hier nicht viel anderes zu berichten: wir haben ihr Essen komplett umgestellt auf Breifrei. Sie hat immer noch Schwierigkeiten mit manchen Gemüsesorten und bekommt schnell Bauchschmerzen, also müssen wir schon noch aufpassen, was genau wir ihr geben, aber sie isst viel mehr und besser. Vor allem ist es für mich einfacher, weil sie so ziemlich oft einfach bei uns mit isst.

Gestillt wird sie immer noch 3 bis 4 mal tagsüber und nachts. Wie viel sie tatsächlich nachtrinken möchte variiert aber stark. Manchmal habe ich das Gefühl nun geht es Richtung Abstillen, dann wieder mag sie fast gar nicht essen und trinkt nur.

 

Schlafen und Tragen

Puh, ja, ich höre einfach auf mich zu beschweren. Sie schläft schlecht, um nicht miserabel zu sagen, wird unglaublich oft getragen und es ist so schlimm wie auch die Vormonate. Aber ich habe mich wohl langsam dran gewöhnt.

Anders, als in den Vormonaten, geht sie nun aber nicht mehr regelmäßig zur selben Uhrzeit ins Bett. Im letzten Monat hat sie zwar auch sehr häufig erst spät geschlafen, war aber trotzdem gegen 19, spätestens 20 Uhr müde. Jetzt ist es regelmäßig so, dass das Kind auch um 22 Uhr manchmal mehr, manchmal weniger gelaunt im Wohnzimmer sitzt und spielt, oder Unterhaltung fordert. Das geht ganz schön an die Energiereserven, weil ich nun tagsüber einfach nicht eine Minute ohne das Kind verbringe. Naja nachts ja auch nicht, sie also tatsächlich 24 Stunden am Tag meist nicht weiter als einen Meter von mir entfernt ist. Sie findet es prima, ich muss das jetzt nicht unbedingt haben.

Nachts wacht sie zwischen 3 und 6 Mal auf, zum Glück häufiger 3 und vier Mal, als mehr. Nicht immer, weil sie Durst hat, sondern häufig hat sie auch einen Nachtschreck, oder sucht einfach Nähe. Das merkt man ihr aber sehr schnell an, was los ist, sodass ich, bis auf wenige Ausnahmen, nur mit ihr aufwachen, und nicht aufstehen muss.

Die Manduca ist im täglichen Einsatz und ich hoffe das hat ein baldiges Ende. An sich stört mich das Tragen nicht, aber es ist warm und ich würde mich abends einfach mal gerne auf die Couch schmeißen, ohne Angst haben zu müssen das Kind platt zu machen.

 

Motorik

Hiiiier kommen die großen Neuheiten diesen Monats! Das Kind kann mit einmal so einiges, und das ist nicht mehr das Notwendige, sondern schon der Zusatz. Zum Beispiel Winken. Nicht wirklich nötig, aber sooo süß! „Rebekka winke winke“ und das Kind winkt mit einer Genugtuung, die Omiherzen höher schlagen lässt! Kurz danach kam auch das Klatschen. Das Kind beklatscht seitdem einfach alles und jeden. Essen? Klar *klatschklatsch*. Noch ein Bissen? Klar *klatschklatsch*. Alle freuen sich, über dieses süße Kind *klatsch klatsch*

Und sie steht wie ne eins. Überall steht das Kind. Hochziehen ist kein Problem mehr, meistens mit einer Hand hält sie sich irgendwo fest und zack. Ist auch viel praktischer, wenn man so neugierig ist 😉

Das ging soweit, dass ich eines Tages einen richtigen Streit mit Hanna hatte. Ich komme in ihr Zimmer und Rebekka sitzt auf ihrem Hochbett, allein. Ich mecker Hanna an, dass sie ihre Schwester da nicht hochheben soll, vor allem, wenn sie nicht mal bei ihr bleibt, das ist immerhin gefährlich. Hanna hat beschworen, dass sie Rebekka dort nicht hochgehoben hat. Ja klar, wie soll das Kind denn sonst hochgekommen sein? Das haben wir später gesehen, als ich Rebekka auf frischer Tat ertappte! Da läuft-krabbelt sie einfach die Rutsche hoch! 😮 Eine Hand an den Rand, eine Hand auf die Rutschfläche und hoch ging es. So, als ob sie es schon immer gemacht hat ist sie da ganz selbstverständlich hochgelaufen. Wahnsinn, vor allem sieht man daran deutlich, wie genau Babys und Kinder beobachten, denn sie läuft dort genauso hoch wie Hanna (was die große Schwester natürlich super stolz macht). Und das kann sie jetzt überall. Auf Spielplätzen krabbelt das Kind einfach die Rutschen hoch. Findet sie auch spannender als zu rutschen…

Noch so eine Eigenart von Rebekka ist seit diesem Monat, dass sie ständig etwas in der Hand haben muss. Sie krabbelt nirgends mehr hin, ohne nicht mindestens einen Gegenstand dabei zu haben. Am liebsten schnappt sie sich das Telefon.

 

Kommunikation

Natürlich kommunizieren Babys von Anfang an mit ihrer Umwelt, aber langsam fängt Rebekka an sich wirklich deutlich verständlich zu machen. Das Weinen bei Missfallen, Trauer, Schmerz etc. weicht langsam anderen Ausdrucksformen. Ich finde das natürlich ganz toll, denn es macht sehr viel einfacher.

Und die erste große Errungenschaft auf diesem Gebiet ist, dass Rebekka nickt und den schüttelt Kopf schütteln kann. Zuerst eher aus Spaß und um es zu üben, aber ziemlich schnell kam es tatsächlich auch an passenden Stellen. Natürlich hat das nicht immer zu 100% gepasst, aber zu gut 80% schon! Vor allem beim Essen war das wirklich sehr sehr hilfreich, weil sie jetzt einfach den Kopf schütteln kann, wenn sie gerade nicht mehr möchte, oder genug von der Möhre hat.

 

Der 6. Sprung

Im letzten Monat hatte ich ja schon geschrieben, dass der Sprung wirklich und leibhaftig bösartig war. Er ging noch einige Zeit weiterund endete in ein noch viel grausameres Zahnen. Aber wie das mit den Wachstumsschüben so ist, sie kommen und gehen auch irgendwann wieder. Als er vorbei war, hat man richtig gemerkt, wie erstmal kurz Ruhe in Rebekka eingekehrt war. Und wie sie so viel Neues entdeckt und ausprobiert hat.

 

Schwestern

Es geht rauf und runter. Ohne Rebekka möchte Hanna nicht, mit ihr aber auch manchmal nicht. Rebekka sitzt ständig auf ihrem Bett und Hanna hat keinen Rückzugsort mehr, außer sie schließt die Tür, das möchte sie aber nicht, weil irgendwie möchte sie ihre Schwester ja um sich haben.

Verstehe tuen sich die beiden immer noch gut, aber der Schub und das Zahnen haben aus Rebekka eine kleine Meckertante gemacht, das bekommt natürlich auch Hanna zu spüren.

Die beiden spielen ganz toll miteinander. Manchmal kann ich die beiden einfach eine halbe Stunde ins Kinderzimmer schicken und dann bauen sie Höhlen, oder verstecken sich. Hanna spielt dabei auf einem sehr kindlichen Level mit Rebekka, was Rebekka natürlich gut gefällt und mich immer wieder ins Staunen versetzt, wie sehr sich Kinder anpassen können, wenn sie wollen. Es macht Hanna gar nichts aus, ihre Schwester zu „erschrecken“, oder sie in ihr Spiel mit einzubeziehen, aber dafür fordert sie auch, dass Rebekka ihren „Spielbereich“ achtet, wenn sie darauf nun gerade keine Lust hat. Das ist natürlich nur schwer bis gar nicht möglich, aber da kann man nichts machen (außer Rebekka ganz aus der Situation, bzw. dem Zimmer raus zu holen).

 

Verschiedenes

Der dritte Zahn ist da! der obere Eckzahn und der war wirklich wirklich schlimm. Zwei Nächte hat sie komplett durchgeschrien, tagelang nur Tränen (mal abgesehen von den Wochen gemecker davor, das Zahnen trifft Rebekka irgendwie ziemlich schlimm), nichts hat geholfen. Aber dann war er endlich da und es gab Erleichterung. Bis ein paar Tage später die beiden Schneidezähne daneben dick wurden. Prost Mahlzeit.

Ich erinnere mich nicht direkt daran, ob Rebekka in diesem Monat tatsächlich mal mehr als 5 Minuten alleine gespielt hat. Ich denke nicht. Und wehe ich sitze beim nicht-spielen nicht direkt daneben!

Rebekka hat ihren ersten Regen bewusst erlebt. Natürlich waren wir auch schon mit dem Kinderwagen unterwegs, als es geregnet hat, aber hier war sie draußen und hat ihn direkt auf die Haut bekommen. Und sie war ganz fasziniert (: Wir waren spazieren und eigentlich sollte sie schlafen. Daraus wurde dann natürlich nichts …

Das war Rebekkas 10. Monatsbericht, das erste dreiviertel Jahr zu 4.! Wenn ich daran denke, dass sie bald schon ein Jahr wird, mein Baby dann kein Baby mehr ist, wird mir ganz mulmig… fehlen nur noch ein richtiger Monatsbericht, bevor sie wirklich shcon ein Jahr wird. Glaubt mans?

Beste Grüße,

eure Jenny

2+

Users who have LIKED this post:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.