wmdedgt

wmdedgt im Februar?

Es ist der 5. Februar und da fragt Frau Brüllen natürlich wie jeden 5. eines Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag (kurz: wmdedgt)? Ich habe die Befürchtung mich zu wiederholen, denn unsere Tage sind seit letztem Herbst eintönig geworden, ich habe das Gefühl alles gleicht sich, was ich hier online stelle. Was mich beschäftigt in den vergangenen Wochen ist auch nicht unbedingt um mich herum, eher in mir drin, in mir kreisen so viele Gedanken. Vielleicht ziehen einige heute hier mit ein.

08:00. Ich wundere mich, dass ich wach und ausgeschlafen bin und die Kinder noch ruhig. Normalerweise sind sie viel früher wach. Langsam klappt es auch (wieder) mit dem unter der Woche früh aufstehen, ich finde da haben wir schon einen tollen Rhythmus gefunden. Mir fehlen nur noch 50 Seiten von meinem Buch, ich nutze die Chance sofort.

Gelesen habe ich die Hafenärztin. Kein Buch, das ich empfehlen würde. Klang spannend und nach all der Fachlektüre und Gesetztestexten auf Arbeit in letzter Zeit habe ich dringend etwas super seichtes gebraucht und dachte mir ein historischer Roman (Hamburg 1910) wäre toll. Ich kann es nicht erklären, denn das Buch hat sich gut gelesen und es war auch spannend. Aber es hatte so viele Dinge, die überhaupt nicht gehen (ständig dieses “da gibt es ein Geheimnis, aber ich erzähle es nicht, ha!”, offenes Ende, total viele Geheimnisse wurden dann überhaupt nicht mehr gelüftet, die Sprache war nicht meine mit Reederei und Hafen und Norddeutsch, fiel mir schwer einzusteigen). Also ich würde es eigentlich nicht weiterempfehlen, aber so mies war es dann trotzdem nicht, wie es sich anhört. Merkwürdig? Ja, so kommt es mir auch vor.

In dem Zug kam mir dann aber auch der Gedanke, ob ich auf Berggeschwister nicht eine Gelesen-Liste einführe. Hatte das auf einem anderen Blog gesehen und war schwer begeistert. Dort gibt es am Ende des Jahres ein Überblick über alle im Jahr gelesenen Bücher plus Sterne Wertung. Mir hat dann ein wenig die Erklärung gefehlt, warum zum Beispiel nur 3 von 5 Sternen gegeben wurde. Deshalb meine Überlegung: entweder einmal im Jahr und wirklich nichts mehr dazu schreiben, weil es sonst zu lang werden würde. Oder vielleicht jeden Monat (oder viertel Jahr?) und dann mit kleinen Anmerkungen, was mir nicht gepasst hat, oder besonders toll war. Zweiteres finde ich fast besser, aber dann ist die Frage, was ist, wenn ich es mal nicht schaffe, so viel zu lesen und dann dort nur ein oder zwei Bücher stehen? Eigentlich auch egal, oder?

Gegen 10 sind wir dann aufgestanden. Gefrühstückt, gequatscht, mein Vater hat angerufen, also noch mehr gequatscht.

Ich hatte das Bedürfnis aufzuräumen. Gestern hatten wir einen kleinen Frühjahrsputz gestartet und irgendwie hatte ich Lust weiterzumachen. Also Wäsche gewaschen, Wäsche sortiert und Schlafzimmer aufgeräumt. Bett einmal komplett runter und auch unter dem Bett aufgeräumt (vor allem eigentlich, weil die Tastatur meines Tablets weg ist und ich sie dort vermutet hatte, aber Pustekuchen).

Weiter sortiert, Betten neu bezogen und als es dann anfing in dicken Flocken zu schneien dachte ich mir jetzt ist es Zeit gemütlich am Schreibtisch zu sitzen. Mit den drei Fragezeichen, dann meiner Liebligscoachin und ihrem neuen Podcast Coming Home und später Musik habe ich auch Gedanken sortiert, die ich mir in Schnipseln immer mal im Handy einspeichere oder auf Papierschnipsel schreibe und dann dahinvegetieren lasse. Alles übertragen in mein Notizbuch, Beiträge für Instagram geschrieben, die sich auch schon häufen, weil ich einfach nicht dazu komme sie zu veröffentlichen.

Derzeit ist bei uns so viel los, gefühlt kaum Zeit zu atmen. Und das erdrückt mich, ganz ehrlich. Mir fällt es schwer, diese Einarbeitungszeit und dann noch den Kindern beizustehen. Alles ist kalt und nass und dunkel, ständig ist jemand krank. Ich möchte, dass alles einfach wieder läuft. Dieses Gefühl, dass es einfach passt, hatte ich aber ehrlich gesagt schon lange nicht mehr. Weil von allen Seiten viel Druck kommt, man seinen Kopf gefühlt überall haben muss und ich manchmal schon damit überfordert bin, wenn ich entscheiden soll, was es abends zu essen gibt. Das Paradoxe ist, wenn ich mit anderen rede und wir gucken, was so los ist sehe ich sofort: uns geht es gut. Es sind Lappalien und im Grunde ist das auch absehbar, man kann sogar zusehen, wie sich der Zustand bessert (wie die Kinder Stück für Stück in der Schule ankommen, ich eingearbeiteter bin etc.). Und trotzdem fühlt es sich manchmal sehr erdrückend an.

Nun ist es übrigens schon abends und ich muss mir überlegen, was es zu essen geben soll, weil ich von der Idee, die die Kinder hatten nicht sehr begeistert bin: gefüllte Pfannkuchen. Wahrscheinlich mache ich eher mal wieder Reis mit Gemüsepfanne, das gabs schon länger nicht mehr bei uns und wir haben alle Lust drauf.

Ein Haufen Wäsche wartet noch auf mich, denn möchte ich vor dem Wochenstart wegsortiert haben und dann geht es auf die Couch zur neuen Staffel Elite. Eigentlich waren wir überhaupt nicht mehr begeistert von der Serie den sie war eher schnöder Zeitvertreib, aber in der sechsten (??) Staffel macht sie sich echt nochmal. Ungewöhnlich. Die schauen wir dann später weiter.

 

Dir wünsche ich einen schönen Abend und morgen einen guten Start in die neue Woche,

deine Jenny

 

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