
WMDEDGT – an einem ungewöhnlichen Donnerstag?
Gestern war der 5. März und Frau Brüllen hat wieder gefragt: Was machst du eigentlich den ganzen Tag (wmdedgt)?. Das muss man sich mal geben: nicht nur, dass jetzt mein alljährliches „Oh man wo ist die Zeit hin, es kann doch unmöglich wieder März sein“ startet, nein jetzt kommt auch noch ein „gab es das schonmal, dass ich das einen Tag später veröffentlichen musste?“ hinzu. Gab es mit Sicherheit, aber so selten, dass es sich für mich wirklich komisch anfühlt. Da gestern aber wirklich voll war, ich aber nicht drauf verzichten wollte, heute ein Rückblick vom Donnerstag, let´s go!
06:45 klingelt der Wecker, wir sind aber schon wach. Dafür liebe ich die Frühlings- und Herbstzeit, genau der richtige Sonnenaufgang, dass man „natürlich“ aufwachen kann. Winter zu spät und im Sommer viiiiiiiel zu früh. Aber jetzt ist super, werde meistens alleine wach zwischen 06:00 und 06:30, wenn ich genügend geschlafen habe zum mindestens. Liegt aber vor allem daran, dass das Rollo im Schlafzimmer kaputtgegangen ist und ich gerne ohne schlafe. Sobald unser Papa wieder da ist, schätze ich mal, kommt ein Ersatz ran.
Ein Kind nicht gut beisammen, bleibt zu Hause. Hat seine Berechtigung, letzte Woche haben wir endlich eine Antwort darauf bekommen, warum sie ein halbes Jahr ständig krank war. Jetzt heißt es einiges umstellen und hoffen, dass es besser wird. Anderes Kind und mich für die Arbeit fertig gemacht. Heute ist das letzte Mal donnerstags kurzer Arbeitstag. Heute stand auf dem Plan alles neu zu ordnen. Ich habe die Auszubildenen bei mir entlassen, die sind in ihren Betrieben mehr oder weniger angekommen und brauchen mich nicht mehr.
Dafür rücken jetzt wieder die Schüler aus der 8. Klasse nach. Das ist immer eine sehr spannende Zeit, weil ich viele neue Menschen kennenlerne, mit neuen Lehrern zusammenarbeite und mich mit neuen Wünschen auseinandersetze und schaue, was man da machen kann. Meistens wollen sie ähnliche Berufe, jedes Jahr ganz hoch im Kurs ist etwas im medizinisch/ pflegenden Bereich, KFZ-Mechatroniker und Büro. Aber wenn ich dann auch mal jemanden höre, der unbedingt Fachinformatiker werden möchte, egal wie der Weg dahin aussieht, oder Labor/ Chemikalien interessant findet, ist das natürlich neu, aber interessant für mich.
Aber dann muss auch geguckt werden, wie macht meine Stundenaufteilung am meisten Sinn, wann sind die Klassen erreichbar etc. Das hat mich dann tatsächlich auch meine ganze Arbeitszeit gestern gekostet, das zu ordnen und alle zu informieren.
Mittags kamen dann Oma und Opa vorbei, die sind nämlich diese Woche zu Besuch, was die ganze Woche sehr ungewöhnlich macht. Sie wohnen im Hotel, die Nachmittage nach Arbeit/ Schule verbringen wir aber zusammen. Dass sah bisher jeden Tag anders aus: Montag ankommen, Dienstag habe ich lange gearbeitet, da sind die beiden mit den Mädels durch die Stadt gezogen, Mittwoch hatten wir spontan eine Hausbesichtigung und haben uns dort in dem Dorf auch direkt umgeschaut.
Und gestern dann war wieder etwas ruhiger. Mittags, bevor die letzte zu Hause eingetrudelt ist, bin ich mit der Oma los, weil ich noch etwas kaufen und zur Krankenversicherung musste. Habe erst probiert alles über die APP zu lösen, aber keine Chance. Ständig wird einem gesagt man solle das doch bitte machen -Digitalisierung- und dann funktioniert es einfach nicht – wir sind halt in Deutschland-. Haben die in der Versicherung dann auch gemerkt, also doch alles noch in Papier abgegeben und besprochen.
Wieder zu Hause kommen wir irgendwie auf unsere Quetschfiguren zu sprechen. Wir haben unfassbar viel, was man einfach kneten kann. Also so Stressball-mäßig, nur dass es das ja jetzt in allen Figuren und Größen gibt. Und wir haben sie gefühlt alle. Findet die Oma gut, also ziehen wir nochmal los, finden aber nicht wirklich was, was gut ist.
Wieder zurück ist es auch schon abends. Während die Kleine mit Opa Hausaufgaben macht koche ich was. Danach gemeinsam ein Spiel gemacht und es war schon 21 Uhr. Die Zeit ist so gerast, aber weil heute natürlich wieder Schule und Arbeit ist musste der Tag da enden. Für mich hieß es noch aufräumen, Brotdosen machen Arbeitszeug bereitlegen.
Abends war ich dann einfach nur platt. Kurz habe ich überlegt, ob ich den Beitrag noch abtippe, habe mich dann aber doch für Bett und neues Buch entschieden. Als wir nämlich mit der Oma draußen waren, haben wir auch im Bücherladen gesucht, nach diesen Quetschdingern. Und weil mein letztes Buch „Zwei Leben“ so unfassbar gut – weil mitreißend – war, wollte ich Alte Sorten kaufen, ist glaube ich vom gleichen Autor und stand ich oft vor. Gab es aber nicht, da ist dann „Halber Stein“ mitgekommen. Und „Und dahinter das Meer“. Und „Lernen kann jeder“. Und „Aufbrechen“. Und jetzt darf ich in nächster Zeit keinen Buchladen mehr betreten.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende,
deine Jenny.


