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10 Kommentare

  1. Wow! Du hast es gewagt!! ich bin gerade in derselben Situation. Unser Baby will sich einfach nicht drehen. Wir haben sogar eine Wendung versucht. Wo im Allgäu wart ihr denn zur Geburt?

    1. Hallo Marina,
      entschuldige, ich war die letzten Tage in Berlin ohne Laptop, also quasi ohne Blog (:. ABer zu deiner Frage: Ich war in damals noch in Weimar! Über das Krankenhaus dort hatte ich vorher und auch danach noch nur gutes gehört und es ist dann ja auch wirklich wunderbar gelaufen. Wenn gesundheitlich und von der Lage des Babys nichts dagegen spricht und du gerne eine natürlich Geburt möchtest: probiere es! Meine zweite Tochter habe ich übrigens hier in Kaufbeuren bekommen, und das kann ich wirklich gar nicht empfehlen. Hatte wahrscheinlich nur Pech, aber…steht alles im anderen Geburtsbericht, falls Kaufbeuren eine Option für dich ist (: https://berggeschwister.de/geburtsbericht-unsere-ungeplante-hausgeburt/
      Liebe Grüße,
      Jenny

  2. Hallo Jenny,

    ich komme gerade über deinen Vampirgeburtstag (tolle Inspiration ;)) auf deinen BEL- spontan Bericht. Danke dafür.

    Bei uns ist es nun auch schon mehr als fünf Jahre her, als mein Zweiter “rückwärts rausgeplumpst” ist.

    Ich erlaube mir daher, hier meine positive Erfahrung für alle, die auf dem Weg nach Entscheidungshilfen hier vorbeikommen festzuhalten:

    Er hatte eine verwachsene Nabelschnur und hätte sich nicht drehen können, was wir bis zur Geburt nicht wussten. Daher hat er sich von allerlei Zauberei und einer äußeren Wendung nicht beeindrucken lassen. So schlau, die Kleinen.

    Ich hatte dann einen Termin für den Kaiserschnitt. Das hat sich so falsch angefühlt, dass ich mir eine kleine Klinik in Frankfurt am Main gesucht habe, die mir eine spontane Entbindung in BEL ermöglichte.

    Ich möchte mich dir anschließen: es ist ein besonderes Geburtserlebnis. Bei mir übrigens deutlich langatmiger und kräftezehrender dafür aber weniger schmerzhaft als mit “Kopf voran” beim Großen.

    Dazu kommt, dass man im Krankenhaus zu einem VIP wird, leider nervig engmaschig am CTG hängt und wenn es ernst wird eine Menge Leute zuschauen wollen.

    Dafür haben wir es geschafft und ich bin heute noch froh darüber.

    Einen solchen Bericht wie den deinen hätte ich damals gut gebrauchen können. Ich hoffe, er macht vielen Mamas Mut, sich zumindest mit der Möglichkeit zu befassen.

    1. Vielen lieben Dank für dein Feedback! Schön, dass dir beide Berichte gefallen ahben (: Und vielen Dank für deinen Bericht, genau das habe ich damit beabsichtigt: gute Erfahrungen zu sammeln um Mut zu machen! Denn wie uns wird es sich noch anderen Frauen gehen: das Kind liegt “falsch herum” aber ein Kaiserschnitt fühlt sich einfach nicht richtig an. Du hast recht, es hat auch seine Kehrseite, vor allem der VIP Status (obwohl der in der Schwangerschaft auch durchaus nützlich war!) und das ganze Gefolge bei der Geburt, aber dadurch die Möglichkeit zu haben die Geburt so zu erleben, wie man sich das vorgestellt hat, war es definitiv wert!
      Liebe Grüße,
      Jenny

    2. Unser erstes Kind lag bei allen Kontrollen auch immer in BEL, sie hat sich nie gedreht gehabt. Wir haben damals noch in einer größeren Stadt gewohnt, der Umzug ins Haus auf dem Dorf stand jedoch schon an. Da es nur knapp 50 Kilometer von einander entfernt ist, habe ich mich auch in der großen Geburtsklinik in der Stadt vorgestellt. Da habe ich von der Chefärztin nur zu hören bekommen, nur Kaiserschnitt, so würde es nicht anders annehmen, bietet mir aber eine äußere Wendung an. Ich habe erstmal alle Unterlagen mit nach Hause genommen und neuen Hebamme gefragt. Sie meinte BEL ist auch spontan gut machbar, ich soll mal unser in dem kleinen Krankenhaus in der Nähe unseres neuen Wohnortes fragen. Da brauchen wir nämlich auch nur knapp 20 Minuten hin.
      Und sie da, die machen das 🙂
      Sie haben 2 Ärzte, die BEL Geburten machen.
      Der eine hat sich echt Zeit genommen und alles kontrolliert, bestimmt ne Stunde lang. Hat mir alles aufgemalt etc. Dann kam auch direkt die Frage, ob ein paar jüngere Ärzte zugucken dürften, um es zu lernen.
      War für mich zum Zeitpunkt in Ordnung.
      Bei ET+2, direkt nach einer “Party” haben die Übungswehen nicht aufgehört, ich hab trotzdem erstmal probiert zu schlafen, irgendwann ging es mir dann echt auf die Nerven so gegen 1 Uhr nachts, ich hab mir dann ein Körnerkissen gemacht, das gab den Ausschlag. Gegen 3 Uhr hab ich meinen Mann geweckt und gesagt wir müssen bald los. Er fragte mich doch echt was bald bedeutet. Ich sagte ich ca. 15 Minuten, er meint daraufhin er braucht nur 5, ich soll ihn in 10 nochmal wecken 😉
      Wir sind dann trotzdem zeitnah losgefahren. Dann direkt in Kreissaal, und ans CTG. Irgendwann haben die Wehen echt mega weh getan und es ging aber nicht vorwärts. Neuen Hebamme hatte mir im Vorfeld gesagt, lieber direkt ne PDA zu machen, falls es dann doch zum spontan Kaiserschnitt kommt liegt der Zugang schonmal. Mit PDA war es dann echt besser, wir waren schon gefühlt ewig dort. Irgendwann gab’s was gegen die Wehen, dann doch wieder für mehr Wehen, ich hab das gar nicht so mitbekommen, ich war echt zugedröhnt, eine Dosis war echt zu viel. Irgendwann ist endlich die Fruchtblase geplatzt und dann ging es auch schon los. Ich hab dabei echt mehr auf den Chefarzt geschaut und hab alle anderen nicht bemerkt, es waren laut meinem Mann knapp 10 Leute anwesend. Der Chefarzt hat gesagt, er guckt nur zu und lässt die Hebamme machen, solange alles in Ordnung ist. Solange er also entspannt daneben stand war für mich alles in Ordnung. Nach knapp 12 Stunden Kreissaal war sie endlich da. Mit den Füßen über Kreuz auf dem Bauch. Also wirklich Popo zuerst.
      Ich war echt super happy, endlich war sie da und es ging uns beiden gut 🙂

      Erst bei der 2 Geburt, komplett ohne Schmerzmittel und in der Badewanne habe ich dann doch bemerkt, was bei der ersten alles etwas “doof” gelaufen ist. Aber am Ende hat einfach gezählt, dass es und allen gut geht.

      Vielen Dank für die ganze schönen Berichte 🙂

      1. Vielen Dank für deinen so ausführlichen Bericht! Ich muss ja zugeben, an der Stelle mit deinem Mann musste ich kurz lachen! Witzig, wie Menschen manchmal die Ruhe weg haben können…
        Ich freue mich wirklich, dass du deine Geburt so haben konntest, also natürlich, wie du das wolltest, auch wenn es am Ende vielleicht komisch, oder nicht optimal war. ich denke solche Berichte machen anderen Frauen wirklich Mut, denen auch nur gesagt wird, dass bei BEL nur ein Kaiserschnitt möglich ist!
        Auch wenn die Umstände dann wirklich etwas anders sind. Wie bei mir waren bei dir ja auch sehr viele Menschen anwesend, schön, dass du davon keine Notiz genommen hast, ich fand das schon merkwürdig…
        Vielen Dank nochmal fr deinen bericht, es war wirklich spannend zu lesen (:
        Liebe Grüße, Jenny

  3. Unser Großer lag lange Zeit “falsch” und die Hebammen im Geburtsvorbereitungskurs erklärten mir ziemlich uneinfühlsam, dass ich hier falsch wäre, da mein Kind ohnehin nur per Kaiserschnitt zur Welt kommen könnte. (Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir darüber noch gar nicht den Kopf zerbrochen, da mein Gynäkologe selbst auf Nachfrage nur gemeint hatte, man könne nicht wissen, ob sich das Kind noch dreht). In Wien gibt es zum Glück zwei Kliniken die BEL-Geburten machen. Bei uns gilt, dass nicht alle Ärzte BEL-Geburten “können” und dass man eine gewisse Häufigkeit solcher Geburten braucht, damit sie sicher ablaufen, daher gibt es Krankenhäuser, die quasi darauf spezialisiert sind. Ich wollte dort sofort einen Termin für eine Beratung, den man mir aber verweigert hat, erst wenn das Kind bei der letzten Kontrolle noch “falsch” liegt und…er hat sich noch gedreht, in der 38. Woche. Also alle Aufregung umsonst. Aber mir war es auch ein großes Anliegen, dass es trotzdem eine natürliche Geburt wird. Ich kann dich da sehr gut verstehen und ich war sehr dankbar, dass dies in Wien relativ problemlos möglich gewesen wäre, allerdings schaut es bei uns “am Land” ganz anders aus und dort bedeutet BEL fast immer Kaiserschnitt. Toll, dass es bei dir anders geklappt hat. Danke für diesen Geburtsbericht. Liebe Grüße aus Österreich!

    1. Vielen lieben Dank für deinen Bericht! Ich denke es macht wirklich vielen Frauen Mut das zu lesen, weil viele Frauen in genau dieser Lage stecken. Schön, dass es sich bei euch dann doch recht komplikationslos gelöst hat, aber ich muss auch sagen, wie schön, dass es in Österreich einfach direkt dafür ausgewiesene Klinken gibt! Denn es ist ja genau das Problem, dass sich das viele Ärzte und Hebammen nciht zutrauen und deshalb “einfach” zu einem Kaiserschnitt raten. Wenn man Ärzte darauf spezialisieren würde und das ausweisen würde, wäre es doch ein riesen Fortschritt!
      Liebe Grüße,
      Jenny

  4. Nachdem ich hier so bestärkende Geburtsberichte aus BEL von euch lese (danke dafür!), möchte auch ich andere bestärken eine Geburt aus BEL auf natürliche Weise zu versuchen. Ich wollte eigentlich im Geburtshaus entbinden, denn es war meine erste Geburt und nach Berichten zu Gewalt unter Geburt in Kliniken, wollte ich am liebsten so wenig Intervention wie möglich. So habe ich mich also auf eine “entspannte” und selbstbestimmt Geburt in einer schönen Atmosphäre eingestellt. Ich hatte eine tolle Schwangerschaft, aber wurde in den letzten Wochen immer nervöser, weil mein kleiner Mann “verkehrt herum” in meinem Bauch saß und keine Anstalten machte sich zu drehen. Meine Hebamme, die mich eigentlich im Geburtshaus begleiten sollte, empfahl mir zwei Krankenhäuser in Düsseldorf (EVK und Kaiserswerth falls das mal jemand aus der Umgebung liest ;-)) die Geburten aus BEL betreuen. Sie sagte mir auch, dass sie in ihrer Ausbildung selbst schon einige natürliche Geburten aus BEL begleiten durfte und dies genauso möglich ist wie “anders herum”. Im Krankenhaus meiner Wahl gab es keine Einwände und schon einige Tage nach meiner Vorstellung dort, in der 38. SSW platze mir die Fruchtblase. Mein Mann fuhr mich die Strecke im Auto, dauerte eine halbe Stunde bis wir da waren. Ich hatte noch keine spürbaren Wehen. Wegen Corona durfte mein Mann erst ins Gebäude wenn es richtig los geht und es in den Kreißsaal geht. Wir wurden erst mal spazeren geschickt, weil ich ja noch keine Wehen hatte (MM lag bei 2 cm) Die Hebamme sagte mir nach dem Spaziergang, dass wenn sich bis morgens nichts tut, sie einleiten würden. Das wollte ich auf keinen Fall! Und vor allem konnte mein Mann doch nicht bis zum nächsten Morgen vor dem Krankenhaus warten lassen (bis nach Hause wolllte ich ihn auch nicht schicken, da die Strecke zu weit war). Also dachte ich mir “Körper leg los, das Kind muss raus!”. Und wie auf Kommando kamen doch echt nach etwa einer halben Stunde spürbare Wehen! Von diesem Zeitpunkt bis zur Geburt meines Sohnes (Popo voran ;-)) vergingen knapp 3 Stunden. Ich muss sagen, dass ich von den Hebammen und Ärzten, die am Schluss hinzukamen, gar nicht viel bemerkt habe. Ich war kompleet im Tunnel und habe mich vor allem auf meinen Körper konzentriert. Aber eines ist mir im Kopf geblieben: Eine Hebamme fragte irgendwann, ob ich eine PDA wolle. Ich sagte: “Nein, ich schaffe das!” und sie antwortete sofort: “Ja natürlich schaffen Sie das!”. Das hat mich total gestärkt in dem Moment! Am schwierigsten fand ich die Presswehen, denn als der Körper schon geboren war, wurde ich aufgefordert zu pressen, obwohl ich grade keinen Drang dazu verspürte. Das haben sie wohl gemacht, weil man sonst Sauerstoffmangel beim Neugeborenen befürchtet. Hat aber geklappt :-D. Ich kann mich deinem und eurem Fazit nur anschließen: Wenn medizinisch nichts dagegen spricht, traut euch eine natürliche Geburt aus BEL zu! Da es meine erste Geburt war, habe ich zwar keinen Vergleich, aber ich glaube nicht, dass meine Geburt schwerer, anstrengender oder schmerzhafter war, als “normale” Geburten. Das Kind muss eben raus, ob vorwärts oder rückwärts macht da keinen Unterschied ;-P. Übrigens half mir das Mantra, das ich mir im Kopf immer wieder aufsagte: “Mein Kind kann das, mein Körper kann das! Mein Körper ist dazu gemacht!” Ach ja und die F-Atmung half auch, die hatte ich beim SS-Yoga gelernt. Also ihr lieben Frauen da draußen: Nur Mut! Eine Geburt aus BEL ist sehr gut machbar! Mit etwas Glück sogar ohne Intervention oder Schmerzmittel! Liebe Grüße aus NRW!

    1. Vielen vielen Dank für deinen Bericht! Ich finde es schön schöne Geburtserlebnisse zu sammeln, denn das ist es, was wir brauchen: das Wissen, dass es klappen kann! Ich finde es toll, dass du zu dem gleichen Fazit kommst wie ich und ihr eine schöne Geburt bei BEL hattet (auch wenn anders als geplant). Ich hoffe echt anderen werdenden Mamas Mut machen zu können auf sich zu vertrauen und (wie gesgat – wenn medizinisch nichts dagegen spricht-) es auf jeden Fall zu versuchen! Also vielen Dank!
      Liebe Grüße,
      Jenny

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