Freitagsgedanken

Wenn wir für ein Jahr den Körper tauschen würden

Ich bin über die Frage gestolpert: Wenn du ab sofort mit einer Person, die dir nahesteht, den Körper für ein Jahr tauschen würdest, wie würdest du mit dem Körper umgehen? Und damit gehen wir rein, in die Freitagsgedanken.

Interessant oder? Mein erster Gedanke war, schon bevor ich die weiteren Impulse gelesen hatte: man wäre das eine Verantwortung! Weil der ja danach mit dem Körper weiterlebt. Wenn ich mir vorstelle, ich würde mit meinem Partner Körper tauschen, wäre ich ganz schon im Eimer, weil er super fit und sportlich ist. Und ich mach eher so das nötigste. Mit der guten Ausrede, dass im Alltag keine Zeit bleibt für Sport. Also wirklich nicht. Aber hätte ich sein Körper…dann würde ich mich glaube ich mehr bemühen. Weil er das auch für die Arbeit braucht, mal abgesehen davon, dass es gesünder ist, als das was ich hier betreibe. Ich würde sofort Kaffee und Cola Konsum reduzieren, ich denk mir nämlich schon lange, dass tut ihm bestimmt nicht ganz gut. Also: ich würde aufpassen auf den Körper.

Und was, wenn ich den Körper tausche, mit jemandem der nicht täglich Sport macht, dass auch nicht für seine Arbeit braucht? Vielleicht würde ich mich weniger gedrängt fühlen. Aber doch auch hier: würde ich aufpassen.

Was, wenn ich mit meiner Mutter den Körper tauschen würde? Da kommt dann noch das Alter hinzu. Ich würde noch mehr aufpassen.

Die Impulse, die nach dieser Frage kamen, gingen auch in diese Richtung: Was würdest du essen? Wie oft würdest du dich bewegen? Interessant aber auch die Frage abseits von der bloßen Gesundheit: Was würdest du über den Körper denken? Wie würdest du ihn wahrnehmen oder vielleicht auch über ihn sprechen?

Und was ist eigentlich mit unserem Tauschpartner, der hat ja dann unseren Körper. Interessant. Wahrscheinlich würden wir uns wünschen, würden erwarten, dass wir ihn zumindest in einem ähnlichen Zustand zurückbekommen. Hätte ich mit meinem Partner getauscht, würde ich wahrscheinlich insgeheim hoffen, dass er weiterhin Sport macht, dann für meinen Körper. Die Fitness und Ausdauer etwas anhebt, sodass es mir dann nicht mehr ganz so schwer fällt auch eine Routine zu finden. Vielleicht nicht für jeden Tag, aber einfach mehr. Was ja zeigt: eigentlich weiß ich, dass ich mehr brauche. Dass es besser geht.

Und natürlich ist das der springende Punkt (warum springt der eigentlich?): Wir alle haben diesen einen Körper, wir wissen, was für eine Verantwortung damit einhergeht. Wir wissen was ihm gut tut und was nicht. Aber bei uns selbst nehmen wir das nicht so ernst? Warum nicht? Denn müsste ich auf den Körper eines anderen aufpassen, würde ich es sofort sehr ernst nehmen!

Und du?

Deine Jenny

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