Leben mit Kind

Eine Yogageschichte für Kinder – Reise auf den Berg

Heute möchte ich euch und eure Kinder mit auf eine besondere Reise nehmen: Für euch haben wir eine Yogageschichte für Kinder entwickelt, die Kinder nicht nur zur Ruhe kommen lässt, sondern sie auch in die besondere Welt der Berge entführt. Fühlt euch eingeladen!

Entstanden ist die Idee gemeinsam mit Nadine (Blog: Villa Kunterbunter) und Ella (Blog: Herzkind), zwei Bloggerinnen, die sich auch für Yoga mit und für Kindern begeistern. Wir laden euch ein von Blog zu Blog zu hüpfen und zu schauen, was am Yoga mit Kindern für sie wichtig ist, aber vor allem auch welche Yogageschichte sie euch zeigen wollen!

Vorweg natürlich ein kleiner Einschub: Ich bin keine ausgebildete Kinder-Yoga-Lehrerin und wenn ihr euch bei den Stellungen nicht sicher seid holt euch bitte professionellen Beistand! Es gilt, dass euch oder eurem Kind keine der Posen weh tun oder überanstrengen darf! Es geht beim Yoga (auch mit Kindern) darum zur Ruhe zu kommen und dem Körper Kraft zu geben, und genau so wollen wir es hier auch halten!

Die Asanas, die ich mit Hanna mache, sind natürlich an ihre Grenzen und ihr Empfinden angepasst. Also habe ich mich auch bei dieser Geschichte an Hanna orientiert. Kinder sind sehr unterschiedlich, deswegen ist es kein Problem zu schwierige Asanas entweder zu vereinfachen, oder wegzulassen. Generell ist diese Yogageschichte für Grundschüler geeignet, für Anfänger, aber auch Fortgeschrittene (dazu gibt es Hinweise in der Geschichte selber). Ich habe mich für die längste Version dieser Yogageschichte entschieden, denn Weglassen kann man immer. Nun aber viel Spaß und vor allem Entspannung!

Eine Reise auf den Berg

Unsere Geschichte beginnt mit einer kleinen Entspannungsübung. Du liegst in deinem Bett (auf der Matte liegen) und bist ganz entspannt. Du fühlst dich erholt und merkst, wie die Sonne langsam durch dein Fenster scheint und dir im Gesicht kitzelt. Du schlägst deine Augen auf und freust dich auf den Tag, den heute wartet eine besondere Reise auf dich. Eine Reise auf den Berg. Du bist voller Energie.

Langsam stehst du auf, bewegst langsam deine Arme und Beine und streckst dich (strecken). Da erwacht auch dein Hund. Auch er streckt sich (Asana herabschauender Hund) und gähnt genüsslich (ruhig auch laut und lange Gähnlaute machen – Atmenkontrolle).

Yogapose herabschauender Hund
Asana Berg Yoga

 

Gemeinsam mit deinem Hund und deiner Familie fährst du nach dem Frühstück zu den Bergen (Asana Berg).

 

 

Du genießt die frische Luft, die dir hier ins Gesicht pustet und atmest tief ein und aus (Asana Berg, die Atmung kann durch eine Armbewegung unterstützt werden: einatmen-Arme öffnen, ausatmen- Arme wieder vor den Körper bringen).

Asana Berg mit ausgestreckten Armen
Asana Berg mit ausgestreckten Armen
Heraufschauender Hund Yoga

 

 

Ihr macht euch auf den Weg (durch den Raum Laufen) und euer Hund schaut sich aufgeregt um und schnüffelt überall (heraufschauender Hund).

 

 

Auf eurem Weg zum Gipfel seht ihr schon viele Tiere. Auf den Wiesen fliegen zum Beispiel viele bunte Schmetterlinge (Asana Schmetterling, die Arme “fliegend” bewegen).

Asana Schmetterling
Vogel Pose Yoga

 

Und in den Bäumen seht ihr einige Vögel.

(Hinhocken und die Arme anwinkeln – diese Haltung kann auch für die folgenden Vogel Asanas übernommen werden, falls diese zu schwer sind. In der Stellung kann ein Vogellaut wie ein langgezogenes trililiiliii als Atmenübung eingesetzt werden.)

Der Weg den Berg hinauf ist anstrengend, deswegen macht ihr eine Pause (im Schneidersitz setzen) und atmet tief durch. Wieder spürst du die frische Luft in deinem Gesicht (kurz die Augen schließen und tief atmen).

Um euch herum seht ihr die großen Bäume stehen. Ihr Äste in der Baumkrone werden vom Wind von einer Richtung in die andere geweht (Asana Baum, so wie es für das Kind angenehm und praktikabel ist. Entweder in der leichtesten Baumstellung, oder bei gutem Gleichgewicht natürlich auch in der schwierigeren Variante können die Arme von einer Seite zur anderen geschwenkt werden).

Asana Krähe

In der Ferne hört ihr eine Krähe schreien (Asana Krähe, auch hier gerne den Laut der Krähe langgezogen als Atemübung machen).

(Diese Übung ist recht schwierig, sie kann bei Bedarf einfach gegen die Vogelstellung von oben getauscht, oder weggelassen werden.)

 

Ihr geht weiter, denn der Berggipfel ist nicht mehr weit. Am Wegesrand seht ihr gerade eine Schlange im Gebüsch verschwinden (Asana Kobra, als Atemübung den Psssss Laut der Schlange in der Stellung machen).

Asana Kobra
Asana Fisch Yoga

Und ihr habt es geschafft! Ihr seid den ganzen Weg auf den Berg hinaufgelaufen. Ihr schaut euch um und genießt diesen wunderschönen Ausblick, den ihr nun habt!

Ganz in der Nähe entdeckt ihr einen kleinen See, an den ihr euch setzt, um euch auszuruhen. Im See schwimmen viele große und kleine Fische (Asana Fisch), die ihr beobachtet.

 

 

Auch Frösche gibt es an dem Teich, die bei dem kleinsten Geräusch mit einem großen Platsch in den See springen (wie ein Frosch durch den Raum hüpfen).

Frosch Yoga
Asana Adler

 

 

Ihr genießt noch ein letztes Mal den Ausblick und atmet tief ein und aus (Asana Berg, Atmen wieder mit einer Bewegung der Arme begleiten). Über euch kreist ein Adler in der Luft (Asana Adler, der schrille Greiftonlaut kann als Atmenübung eingesetzt werden).

 

Ihr geht nun wieder zurück, den Berg hinunter. Auch hier begegnen euch einige Tiere. Ihr lauft weiter und vor euch auf dem Weg huscht eine kleine Spinne über einen Stein (in die Stellung Krabbe gehen und über den Boden krabbeln).

Spinnen Pose Yoga
Yogi Schlaf Pose

 

Nach einem langen Marsch seid ihr wieder unten, und nach der Fahrt auch schnell wieder zu Hause. Ihr seid müde von dem vielen Laufen und den ganzen Eindrücken. Ihr geht früh ins Bett und träumt von all den Dingen, die ihr gesehen habt (Yogi Schlaf). Was war wohl das Schönste?

Tipps für Yoga mit Kindern

Hanna zeigt Interesse für Yoga, vor allem wenn ich mir wieder regelmäßig Zeit dafür nehme. Falls eure Kinder nur mäßiges bis kein Interesse zeigen, dann habe ich hier noch ein paar Tipps für euch, wie ihr das vielleicht ändern könnt!

  • Kinder lernen durch Beobachtung: wenn ihr also wollt, dass sie (regelmäßiger) Yoga machen, macht es ihnen vor!
  • Selbstverständlicher wird Yoga für die Kinder auch, wenn man es regelmäßig in den Alltg einbaut. Es müssen nicht immer lange Übungen sein, auch eine 5 minütige Yogapraxis hilft da sehr! Zum Beispiel als Morgenroutine…
  • Wenn es an der Regelmäßigkeit (nicht aber an der Zeit) scheitert, dann tragt euch doch einfach einen festen Zeitpunkt ein, wann ihr mit euren Kindern Yoga machen wollt! Steht das einmal im Terminkalender, ist es schon wieder ein stückweit mehr real, auch für die Kinder.
  • Kinder brauchen bei ihrer Yoga Routine Abwechslung, damit sie mit Freude dabeibleiben. Einfach die Asanas durchzugehen wird da nicht viel helfen. Eine Yogageshcichte aber wahrscheinlich schon…
  • Vielleicht motiviert deine Kinder auch, wenn sie wissen, wie gut Yoga tut und das die einzelnen Asanas für verschiedenes gut sind. So können zum Beispiel gezielt Rückenschmerzen behoben, oder das Gleichgewicht trainiert werden. Und vieles andere natürlich! Ich hatte schon das Buch Das Yoga-Bilderbuch vorgestellt. Dort werden zum Beispiel ganz einfach die einzelnen Asanas für Kinder gezeigt und erklärt, wofür sie gut sind!

Ich hoffe, euch hat die Yogageschichte gefallen. Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Freude bereitet, sie zu schreiben und die einzelnen Asanas und Stellungen mit Hanna durchzugehen!  Auch Hanna hatte ihre Freude und war mit Begeisterung dabei. Wenn ihr Lust auf noch mehr Geschichten habt, schaut unbedingt auch bei Ella und Nadine (dort findet ihr auch eine Yogageschichte für kleinere Kinder) vorbei!

Namasté,

Jenny

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