Familienalltag

Arbeiten und Kinder – unser neuer Tagesablauf

Seit zwei Wochen arbeite ich nun. Lange habe ich überlegt, ob ich mich nun mit dem Titel “working Mom” brüsten soll, oder es einfach so vorbeiziehen lasse. Tatsächlich wollte ich kein großes Aufsehen darum machen, denn ich finde es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass jeder arbeiten kann, wie er es möchte! Ist es aber nicht. Und weil ich weiß, dass es für viele Familien, vor allem Mütter, schwierig ist zu vereinbaren dachte ich mir, ich gewähre euch einen Einblick in unseren neuen Tagesablauf, beschreibe euch, wie es nun bei uns läuft und wie vereinbar das Ganze – Kinder und Arbeit- ist.

Über meine Arbeit werde ich euch demnächst mal genaueres Schreiben, die ist nämlich wirklich interessant! Nur so viel jetzt: Ich arbeite mit Kindern, das macht das Ganze nicht gerade leichter, finde ich.

Ich arbeite 5 Stunden am Tag, von 9 bis 14 Uhr, die Zeit konnte ich mir zum Glück so aussuchen. So ist es mit Kindern optimal, wie ich finde. Unser Alltag war jetzt nur zu dritt, da unser Papa dienstlich unterwegs war. Wenn er da ist, ist es natürlich noch mal ein wenig anders (wie zum Beispiel jetzt in den Ferien, wenn die Kinder eh zu Hause sind), aber im Groben ist das unser Ablauf bis Dezember!

Unser Morgen

Ich habe alles genau durchdacht und durchgeplant, damit die Handgriffe am Morgen einfach nur noch ausgeführt werden müssen. Jeder weiß, was er wann zu tun hat, so gibt es keine Überraschungen und somit auch kaum Stress.

Mein Wecker klingelt um 6:40. Je nach Nacht sind die Kinder dann auch schon wach, oder nicht. Ich stehe aber auf jeden Fall immer zuerst auf und mache mich komplett fertig: Gehe ins Bad, ziehe mich an, mache mir die Haare und schminke mich. Mache ich das nicht sofort, mache ich es nämlich gar nicht mehr (tatsächlich wollte ich einmal nur in Strumpfhose los und unzählige Male bin ich schon ungeschminkt auf die Straße – was kein Beinbruch ist, aber ich mag es auch nicht sonderlich).

Bin ich fertig, stehen die Kinder auf. Die Sachen sind alle schon am Abend zuvor bereitgelegt worden, sie brauchen sich nur im Bad fertig zu machen und anzuziehen. Hanna macht das alleine, ich helfe Rebekka.

Sind alle fertig, geht es zum Frühstücken in die Küche. Ich bereite alles vor uns während die Kinder essen bereite ich die Brotzeiten für mich und Hanna vor. So lange noch Zeit bleibt setze ich mich zu den Kindern zum essen oder schiebe mir im Stehen etwas rein.

Brotzeiten eingepackt geht es auch schon für Hanna als erste los. Sie geht um 7:45 alleine zur Schule, ich fahre dann mit Rebekka in den Kindergarten. Je nachdem mit Fahrrad, Auto oder Bus.

Vom Kindergarten fahre ich meist direkt auf Arbeit.

So sind am Vormittag dann alle versorgt.

Unser Nachmittag

Hanna kommt als erste mittags nach Hause. Alleine. Sie macht dann ihre Hausaufgaben und das Essen, dass ich ihr am Abend zuvor im Kühlschrank bereitgestellt habe. Das funktioniert wirklich wunderbar (und Hanna wollte das auch so, sie hatte natürlich auch die Möglichkeit in eine Betreuung zu gehen, das wollte sie nicht. Ab September ist sie dann erst wieder bis 14 Uhr in der Betreuung).

Ich komme kurz nach 14 Uhr von der Arbeit und esse sofort etwas. Denn kurz vor 15 Uhr fahren ich und Hanna schon wieder los zum Kindergarten, mit dem Fahrrad, wenn es nicht regnet.

Gemeinsam unternehmen wir dann etwas, meist bis etwa 17 Uhr. Wir gehen auf den Spielplatz oder an den Bach, fahren einfach ein bisschen Fahrrad oder besuchen jemanden.

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Unser Abend

Wenn wir abends wieder zu Hause sind koche ich gleich etwas. Die Kinder spielen dann noch zusammen oder räumen auf, je nachdem was gerade anfällt.

Beim Abendessenkochen probiere ich auch gleich Flur und Küche zu ordnen und bereite Hannas Mittagessen für den nächsten Tag mit zu.

Nach dem Essen legen alle ihre Anziehsachen für den nächsten Tag raus, packen ihre Rucksäcke und stellen alles im Flur bereit.

Falls die Zeit noch bleibt spielen wir gemeinsam ein Spiel und machen uns dann bettfertig. Und dann geht es auch schon ins Bett, meist kurz vor 20 Uhr.Dann habe ich auch etwas Zeit für mich, bevor ich ins Bett gehe. Wenn es schlecht läuft geht die aber für Haushalt drauf.

Arbeiten mit Kindern

Als Mutter zu abreiten ist wirklich ein brisantes Thema. Eigentlich egal wie mans macht, es ist irgendwie “falsch” (natürlich für die anderen, aber es gibt ja immer jemanden, der seinen Senf dazu geben muss).

Ich hatte einen riesen Respekt davor, habe ich auch immer noch, berufstätig und hauptverantwortlich für zwei Kinder zu sein. Meine Arbeitszeiten passen super, in unseren Alltag lässt sich das wirklich prima und ohne Probleme integrieren. Ich denke, das konnte ich zeigen. Und vielleicht einigen von euch Mut machen?!

Aber was passiert, wenn jemand krank wird, wird sich zeigen. Oder wenn die Kinder Ferien haben, ich aber keinen Urlaub mehr. Wenn die Betreuung der Kinder (kurzfristig) ausfällt.  Wenn einfach der vielen möglichen Situationen eintritt, in der ich mich quasi zwischen beruf und Kindern entscheiden muss.

Dann kann ich nämlich nur hoffen, dass meine Arbeitsstelle so familienfreundlich ist, wie sie scheint.

Falls euch interessiert, was wir sonst noch so am Tag treiben folgt und doch gerne auf Instagram oder Facebook, dort poste ich auch regelmäßig!

Liebe Grüße,

eure Jenny

2 Kommentare

  • Svenni

    Hallo Jenny,
    das hört sich toll an. Manchmal ist es ein richtiger Spagat Kinder und Arbeit zu vereinen. Mir geht es oft so, dass ich gerne in der Arbeit noch das ein oder andere machen würde, aber dafür keine Zeit ist. Und mit meinem Sohn möchte ich eigentlich auch viel mehr Zeit verbringen. Der Tag müsste halt mehr als 24 Std. haben. 🙂
    LG, Svenni

    • Jenny

      Hallo Svenni,
      ja das stimmt! Am liebsten hätte man beides, aber dann richtig. Da den richtigen Weg, bzw. eine gute Balance zu finden bedarf wohl ziemlich viel Feingefühl und Kompromissen! Und wirklich gerne ein paar Extrastunden am Tag 😀
      Liebe Grüße, Jenny

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