Freitagsgedanken

Probleme und Lösungen

Es ist Freitag, das heißt, es gibt wieder Freitagsgedanken. Heute sogar welche, die aktueller nicht sein können, denn das Beispiel ist erst heute Morgen passiert. Thema: Lösungen für Probleme finden. Ist doch ganz leicht, oder?

Meine Vermutung: Wir lernen unser Leben lang Lösungsansätze. Ganz klar, wir können ja nicht ständig vor Problemen stehen und dann erst anfangen zu überlegen, was man jetzt am besten macht.

Beispiel: Es ist Herbst, es wird kalt. Wenn wir morgens das Haus verlassen, frieren wir. Das ist ein Problem. Ein kleines, wohlbemerkt, aber ein Problem.

Wahrscheinlich sehen wir es nicht als solches, weil wir ja wissen: wird uns kalt, ziehen wir einfach die Jacke an! Problem gelöst.

Oder?

Wie ich schon schrieb, es ist ungemein praktisch, dass wir für diese kleinen „Probleme“ schon vorgefertigte Lösungen haben. Sie verschleiern aber ein wenig, dass es eben nur ein Lösungsweg ist. Betonung auf EIN.

Heute Morgen gingen wir los zur Schule. Ich habe noch gefragt: möchtest du eine Jacke anziehen? (Denn mir ist schon ziemlich kalt) Nein, was mir auch klar war, denn sie mag einfach keine Jacken und dicken Sachen. Fühlt sie sich unwohl mit (und ihr ist nicht so schnell kalt). War schon immer so und jeden Winter ziemlich interessant. Und natürlich gibt es Gradzahlen, bei denen es einfach wichtig ist, wirklich warm angezogen zu sein, das herbstliche Wetter hier zählt nicht dazu. Draußen meinte sie dann, ihre Hände wären kalt.

 

Es gibt einige Lösungen, für diese kalten Hände. Aber jeder wird dem Kind zu einer Jacke raten. Sinnvoll wären aber eigentlich Handschuhe. Ohne Jacke aber mit Handschuhen rumlaufen? Kommt einem wahrscheinlich eher unnatürlich vor. Oder Handwärmer mitgeben. Das wäre dann schon eher etwas. Möglichwäre auch darauf zu achten, dass egal was sie trägt, es muss große Taschen haben, damit sie die Hände reinstecken kann.

Und falls sich jetzt jemand fragt, warum es so ein Problem sein soll, dass sie einfach eine Jacke anzieht: sie mag keine Jacken. Und das ist legitim.

Es gibt andere Lösungen. Manchmal frage ich mich, warum man nicht über die spricht? Wahrscheinlich, weil es das Leben eben doch wieder ein Stück komplizierter macht, wenn wir nicht nur einen Lösungsweg haben und noch darauf achten müssen, dass alle unterschiedliches brauchen…

*Vorsicht: absichtlich spitz formuliert

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende,

eure Jenny

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