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Rezept | veganer Stollen mit Marzipan – ein Muss in der Weihnachtszeit! Adventskalender | 2. Dezember

Heute öffnet sich das 2. Türchen des Adventskalenders, und während hinter den meisten wohl Schokolade steckt, gibt es bei mir ein Rezept. Stollen zu backen ist nicht einfach und als ich dann auch noch probiert habe einen veganen Stollen zu finden, der ungefähr an das rankommt, was ich aus meiner Kindheit kannte (eine gute Mischung aus fluffig leicht, gekauftem und von Oma würzigem selbst gebackenem), war ich schon fast am Verzweifeln. Lange habe ich gesucht und herumprobiert und letztes Jahr, habe ich nun die richtige Mischung gefunden, die ich gerne mit euch teilen möchte!

Veganer Stollen – die Zutaten

  • 30g Orangeat
  • 30g Zitronat
  • 110g Rosinen
  • 150g (Mandel)Milch
  • 100g Mandelblättchen (-stifte, oder gehobelte Mandeln)
  • 400g Mehl
  • 2El Trockenhefe
  • 175g vegane Margarine
  • 100ml (Mandel)Milch (ungekühlt)
  • 50g Rohrzucker
  • 1 El Sojamehl
  • 3 El (Mandel)Milch
  • 1 Zitrone, die Schale
  • 1 große Orange, Schale
  • 200g Marzipan
  • je 1Tl Vanille, Zimt, gemahlene Nelken, Piment, Kardamom
  • etwa50g vegane Margarine zum Bestreichen
  • Puderzucker zum Bestreuen

 

So backt ihr den veganen Stollen

Das mit dem Stollenteig ist nicht ganz einfach, denn schnell wird er trocken. Achtet man aber auf ein paar Dinge vor, während und nach dem Backen kann man das ganz leicht verhindern!

Plant für das Backen auf jeden Fall jede Menge Zeit ein. Der Stollen wird quasi in vier Teilen vorbereitet/ gebacken, zwischen denen ihr immer wieder warten müsst.

 

1. Die Füllung vorbereiten

Heizt den Backofen auf 170° vor.

Orangeat, Zitronat und Rosinen in eine Schüssel geben und mit der Milch übergießen. Ihr könnt dafür natürlich jede mögliche pflanzliche Milch nehmen, aber ich finde Mandelmilch gibt dem ganzen nochmal einen schönen Geschmack. Der “richtige” Stollen hat natürlich gerne in Rum eingelegte Früchte, darauf verzichte ich natürlich wegen der Kinder!

Schüssel abdecken und die Mischung etwa 2 Stunden ruhen lassen. Das ist wichtig, weil die Früchte sich so mit Milch (oder eben Rum) vollziehen und im Stolen später nicht zu trocken sind, sondern ganz im Gegenteil dafür sorgen, dass er angenehm frisch bleibt.

Die Mandelblättchen breitet ihr auf einem mit Backpapier belegtem Blech aus, so dass sie so frei wie möglich liegen. Ihr könnt auch Mandelstifte, oder gehobelte Mandeln benutzten, dann ändern sich aber die Backzeiten! Schiebt das Blech in den Backofen. Mandelblättchen lasst ihr etwa 10 Minuten im Ofen, Mandelstifte etwa 7 Minuten und gehobelte Mandeln nur 5 Minuten! Schaut bitte regelmäßig in den Ofen, denn die Mandeln sollen nur etwas geröstet werden, um ein tolles Aroma zu bekommen, werden aber sehr schnell braun.

Wenn die Mandeln fertig sind, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

2. Den Teig vorbereiten

Mit 125g des Mehls,100ml Mandelmilch (auch hier kann wieder jede erdenkliche pflanzliche Milch benutzt werden) und der Hefe den Vorteig in einer großen Schüssel herstellen. Wenn er fertig verknetet ist, abgedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten ruhen lassen.

 

3. Den Teig fertigstellen

1 Esslöffel Sojamehl mit den 3 Esslöffeln Milch in einem kleinen Schälchen verrühren. Zusammen mit den restlichen 275g Mehl, Margarine, Zucker, den Gewürzen und der abgerieben Schale von Zitrone und Orange zu dem Vorteig geben. Denkt beim abreiben daran, nicht zu doll zu reiben, vor allem bei der Zitrone ist das weiße sehr bitter.

Die eingelegten Früchte gut abtropfen lassen und auch zum Teig geben. Wenn ihr merkt, dass die Früchte noch sehr nass waren, gebt noch etwas Mehl zum Teig. Alles kurz kneten und die Mandelblättchen dazugeben. Weiter kneten, bis eine homogene Masse entstanden ist. Je gleichmäßiger der Teig wird, umso weniger kneten, sondern eher den Teig drücken, sonst wird er später  trocken.

Den fertigen Teig nochmals abgedeckt (am besten diesmal mit einem angefeuchtetem Tuch) an einem warmen Ort für etwa eine Stunde ruhen lassen.

 

4. Den Stollen backen

Den aufgegangenen Teig auf eine Arbeitsfläche legen, leicht flach drücken und schon in die richtige Stollenform (oval) bringen. Etwa mittig eine längliche Mulde eindrücken, wo das Marzipan hineingelegt werden soll. Der Marzipan schmeckt übrigens nicht nur gut im Stollen, sondern sorgt auch nochmal dafür, dass er nicht zu trocken wird. Wenn der Marzipan auf dem Teig liegt den Teig über ihn schlagen, so dass er komplett überdeckt wird.

Den Stollen in Form bringen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, oder in eine kleine Auflaufform. Ich nehme gerne eine kleine ovale Auflaufform, die dafür sorgt, dass mir der Stollen nicht zu sehr auseinander läuft und in Form bleibt. Stollen für weitere 15 Minuten mit einem feuchten Tuch abgedeckt gehen lassen. In dieser Zeit den Backofen auf 200° vorheizen.

Nach der Wartezeit den Stollen in den Backofen schieben und für 15 Minuten bei 200° backen, danach die Temperatur auf 170° herunter stellen. Die 200° am Anfang sollen die Kruste des Stollens fest werden lassen und so verhindern, dass er übermäßig auseinandergeht.

45 Minuten bei 170° backen.

Gegen Ende der Backzeit Margarine schmelzen. Nach den 45 Minuten den Stollen aus dem Ofen holen und eventuell von verbrannten Früchten befreien. Danach gleich ein wenig mit einem Spieß einstechen und mit der geschmolzenen Margarine bestreichen. Zum Schluss mit einem Sieb Puderzucker auf dem Stollen verteilen, bis dieser in einer dicken Schicht vollständig bedeckt ist. Auch das verhindert ein Austrocknen!

 

Stollen in der Weihnachtszeit

Der Stollen kann natürlich gleich genascht werden, zur vollen Ausfaltung der Aromen und Gewürze sollte er jedoch mindestens 2, besser 3 bis 4 Wochen ruhen. Dafür einfach den ganzen Stollen mit Alufolie fest umwickeln und an einem ruhigen Ort liegen lassen.

 

Dann wünsche ich euch einen guten Appetit und einen wunderschönen 1. Advent!

Eure Jenny

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