Was dich auch interessieren könnte

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Jenny,
    spannende Fragen, die Du Dir stellst. Gibt es die eine Antwort? Vermutlich nicht. Warum fällt uns Veränderung so schwer? Weil die alten Muster schon so lange in uns sind und zu einer unbewussten Denk-Gewohnheit wurden. Über Generationen und in diesem Fall auch durch eine kollektive Erfahrung die jeder mehr oder weniger gut verarbeitet hat.

    Der Mensch sucht ja gerne nach Schuldigen oder nach Negativem und da sind solche Geschichten einfach und dienlich. So lange ich auf etwas projizieren kann, brauche ich mich nicht um mich selbst kümmern. Um meine wirklichen Gedanken und Erfahrungen – und ich muss bei mir nichts ändern. Was für eine Erleichterung! Ich bin okay 😉 Außerdem scheinen wir Schubladen zu lieben: West, Ost, alt, jung, schwarz, weiß… Die Liste ist unendlich lang.

    Und was mir gerade noch einfällt: Es hat auch was mit Identität zu tun. Unsere Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse formen uns, macht unsere Identität und die versuchen wir zu schützen und zu bewahren.

    In einem Interview, das ich kürzlichführte, sagte meine Interviewpartnerin, dass Veränderung leichter fällt, wenn wir uns innerlich stark fühlen. Ich finde diesen Gedanken sehr spannend und lasse ihn einfach mal so stehen.

    Vermutlich könnten wir mit der Suche nach Antworten einen ganzen Tag füllen 😉

    Liebe Grüße und danke für Deinen sehr inspirierenden Impuls
    Marita

    1. Liebe Marita,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Oh ja, Veränderung berührt so viel, das “um-uns-herum”, uns selbst, die Zeit. Da ist es wirklich nicht verwunderlich, dass es auch Zeit kostet, etwas zu ändern. Und ich glaube cor allem die Teilung Deutschlands hat die Menschen sehr geprägt, ihre Erfahrungen, aber auch, was aus Familie wurde. Wahrscheinlich ist es deswegen viel schwerer zu verarbeiten.
      Interessant fand ich auch den Satz deiner INterviewpartnerin: dass Veränderung leichter fällt, wenn wir uns innerlich stark fühlen. Erscheint mir auch als wahrscheinlich, werde ich auch im Hinterkopf behalten jetzt.
      Liebe Grüße zurück,
      Jenny

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert