wmdedgt

wmdedgt – zwischen Eimern und Decken?

Heute ist der 5. und das heißt einmal mehr: Frau Brüllen fragt, was machst du eigentlich den ganzen Tag (wmdedgt)? Und so viel kann ich euch schon mal verraten: mein Tag begann heute schon um 3 Uhr mit einem weinenden Kind, weil es so starke Bauchschmerzen hatte. Oh je!

Wie geschrieben, um 3 Uhr werde ich von Schluchzen und Rufen wach: Mammaaaa, ich habe solche Schmerzen. Hanna hat aus ihrem Zimmer gerufen. Seit ein paar Tagen plagen sie wieder Beinschmerzen, Wachstumsschmerzen. Leider leidet sie da sehr stark drunter, ein paar Mal im Jahr. Dazu kamen diesmal aber auch noch Bauchschmerzen. Also habe ich ein Kirschkernkissen für das Schienbein gemacht und eine Wärmflasche für den Bauch.

Als ich mich wieder ins Bett lege, wird Rebekka unruhig. Als ich sie beruhigt hatte, gerade wieder liege und am Eindösen bin, höre ich Hanna nebenan würgen. Ihr könnt euch nicht die Bilder in meinem Kopf vorstellen: das Kind sitzt in ihrem Zimmer und speit vom Hochbett herunter. Mitten in das nicht wirklich aufgeräumte Zimmer. Tatsächlich schnell wie der Blitz renne ich nach nebenan. Natürlich waren dann alle wach und weil es für unseren Papa eh bald Zeit war aufzustehen, haben wir Hanna zu uns gelegt und unser Papa ist auf Arbeit gefahren.

Da lagen wir nun, es war dann irgendwann um 6 und Hanna fragte gefühlt alle 2 Minuten: können wir jetzt aufstehen und spielen? Hallo? Ich würde gerne erstmal schlafen!

Rebekka war gerade gesund und sollte heute eigentlich den ersten Tag wieder in den Kindergarten. Aber denkste. Irgendwann sind wir alle wirklich nochmal eingeschlafen (ich musste nur kurz raus, um die Schule und den Kindergarten abzumelden) und haben bis kurz nach 9 geschlafen. Immerhin!

Und dann habe ich tatsächlich den gesamten Tag damit verbracht vollgekotzte Decken zu waschen und Eimer sauber zu machen und wieder für den nächsten Schub bereit zu stellen. Nichts bleibt drin, nicht mal Wasser. Und dann war da natürlich noch das Zimmer. Natürlich hat Hanna sich aus dem Bett herausgelehnt. Ich kann euch so viel sagen: ich ertrage ja viel, und bei den eigenen Kindern ist die Ekelgrenze eh nochmal etwas niedriger. Aber alles, was den Magen nach oben wieder verlässt vertrage ich wirklich wirklich schlecht. Bis 12 bin ich also hin und her gerudert, ich habe es nicht mal geschafft etwas zu essen oder zu trinken.

Nur blöd, dass ich eigentlich wirklich viel zu tun habe. Kennt ihr das, wenn ihr meint, etwas sein einfach verhext? Mir kommt es schon seit längerem so vor. Manche Sachen bleiben einfach liegen, weil immer jemand krank wird, sobald ich sage, dass ich mich daran setze. Aber Kleinigkeiten und Dringendes muss trotzdem erledigt werden. Emails beantworten zum Beispiel. Außerdem musste ich noch eine winzige Kleinigkeit in meinem Beitrag zu Hannas Schulstart und warum wir einen Schulrucksack und keinen -ranzen haben, ändern. So habe ich mich also an den Schreibtisch gesetzt. Einen Tee gemacht. Mich wieder an den Schreibtisch gesetzt. Den Eimer ausgeleert. Händchen gehalten. Wieder an den Schreibtisch gesetzt. Waschmaschine geleert und die nächste Ladung Decken und Bezüge reingestopft. Wieder an den Schreibtisch gesetzt.

Und nun ist es 18 Uhr und ich musste unserem Papa sagen, dass er heute nicht nach Hause kommen soll. Wie traurig mich das macht, denn ich will ganz bestimmt nicht allein sein. Aber eine dieser negativen Seiten des Erwachsenseins ist die blöde Verantwortung. Nächste Woche hat unser Papa nämlich einen wichtigen Auftrag und ist die ganze Woche unterwegs. Er kann einfach unter keinen Umständen krank werden. Und außerdem fehlt uns eine Decke, damit jeder heute nacht warm schlafen könnte.

Ich mache jetzt Nudelsuppe, weil Hanna sie sich so dringend wünscht. Ob das eine gute Idee ist, weiß ich noch nicht. Aber irgendetwas zu sich nehmen sollte sie.

Ich hoffe ihr bleibt von jeglichen Krankheiten verschont. Habt einen schönen Abend,

eure Jenny

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