Rebekkas 8. Monat – ein Monatsbericht

Die letzten zwei Monate waren verrückt. Es ist sehr viel passiert, nicht nur bei Rebekka. Ich kann kaum glauben wie die Zeit rennt. Rebekka ist auch wirklich groß geworden und ich kann schon so viele kindliche Züge erkennen, die mich erahnen lassen, dass da bald ein kleiner Mensch vor mir steht. Kein Baby, kein Säugling, niemand, der komplett auf mich angewiesen ist, sondern so ein richtiges kleines Menschlein, das bereit ist, die ersten Schritte in die Welt zu wagen!

Hier jetzt -mehr als überfällig- der Monatsbericht zu Rebekkas 8. Monat!

 

Stillen und Beikost

Das Thema Beikost ist immer noch etwas schwierig. Nächstes Wochenende wird es endlich den Beitrag zu unserem Beikoststart und vor allem zu den Problemen geben, den davon hatten wir wirklich viele.

Rebekka möchte ihr Essen, so wie die meistens Babys wohl, immer anfassen und selber halten. Das ist beim Brei wohl schwierig und demnach ist sie beim Essen meist unzufrieden. Ich würde ihr ja auch Fingerfood geben, aber seit ihrem zweiten Zahn probiert sie immer riesen Stücke ab zu beißen, an denen sie sich dann verschluckt. Am Anfang hat sie am Fingerfood ja genagt, oder es im Mund zermatscht und das hat wunderbar funktioniert. Jetzt möchte sie das aber anscheinend nicht mehr. Ganz nach dem Motto: jetzt hab ich Zähne, also nutze ich sie auch! Ich zermatsche mein Essen doch nicht wie ein Baby! Tja, funktioniert leider nur noch nicht so ganz. Ich habe daher eine Mischung aus Fingerfood und Brei begonnen, die eigentlich ganz gut funktioniert. Diesen Monat durfte sie auch das erste Mal an Knäckebrot knabbern und das hat ihr richtig gut gefallen!

Wir handhaben es also jetzt so, dass sie Mittags und abends einen Brei bekommt, oder weichgekochtes Gemüse, an dem sie sich unmöglich verschlucken kann, Nachmittags etwas Fingerfood. Irgendwie kam mir das sehr „gesprungen“ vor, die Einführung war nicht mehr Schritt für Schritt. Aber ich meine, dass Rebekka Hunger hatte und es gebraucht hat. Sie war nachts sehr oft wach und hat nach Essen/Milch geschrien. Es kam durchaus vor, dass ich sie nun wieder nachts 4 bis 5 mal stillen musste. Auch wollte sie ständig mit am Tisch sitzen, und wenn sie bei uns saß wollte sie auch etwas essen. Sie hat regelrecht danach gebettelt.

 

Schlafen und Tragen

Gerade habe ich es ja schon angedeutet: die ruhigen Nächte sind dahin. Ich bin mir nicht zu 100% sicher, woher das kommt, also ob es nur am Hunger liegt. Wie ich ja schon im letzten Monatsbericht geschrieben habe, waren wir viel unterwegs, weil unser Papa dienstlich unterwegs war und wir ihn lange Zeit nicht sehen konnten. Da wollte ich mit den Kindern nicht allein zu Hause sitzen. Egal wohin die Reise geht, Verwandte, Bekannte, fremder Ort: es ist immer eine Umstellung für die Kinder. Und ich habe definitiv keine Reisekinder, was die Sache noch erschwert! Beide werden immer krank und schlafen schlecht. Bei Hanna geht es langsam, aber Rebekka kommt in einer fremden Umgebung einfach nicht zur Ruhe. In Rebekkas 8. Monat waren wir insgesamt an 3 unterschiedlichen (fremden) Orten, was sie irgendwie verwirrt zu haben scheint. Am Anfang waren wir noch bei meinem Vater, direkt im Anschluss bei unseren Freunden am Bodensee und am Ende des Monats bei meiner Mutter in Berlin. Und Rebekka konnte einfach nicht mehr schlafen. Im letzten Monatsbericht habe ich ja schon geschrieben, dass es auch da schon sehr schlecht gelaufen ist mit dem Schlafen, aber es ist tatsächlich, ohne dass ich mir das hätte je vorstellen können, noch schlimmer geworden. Sie wird bis zu 6 Mal in der Nacht wach und fordert Aufmerksamkeit. Nicht nur Stillen im Halbschlaf, sondern richtig schauen und wach werden. Und am besten noch kuscheln und auf den Arm nehmen. Und das 5 oder 6 mal die Nacht. Jede Nacht. Ich bin einfach nur müde.

Auch tagsüber schläft sie schlechter. Mittags nicht mehr als eine halbe Stunde bis Stunde. Meist trage ich sie herum, damit sie überhaupt zur Ruhe kommt, aber selbst dann schläft sie nicht mehr als 20 bis 30 Minuten. Ich verstehe nicht ganz, wie sich das so abrupt wenden konnte, vor allem, da es ihr ja auch nicht gut tut (sie ist natürlich ständig müde) und hoffe einfach, dass es bald wieder anders aussieht. Und für alle „das Kind ist halt verwöhnt“ Sager: sie schläft gar nicht. Nicht auf dem Arm, nicht in der Manduca, nicht in ihrem Bett, nicht in unserem Bett. Einfach gar nicht. Also nichts von wegen sie will halt rum getragen werden.

 

Motorik

Hier hat sich jede Menge getan. SIE KRABBELT! Und SIE STEHT! Nahezu am selben Tag hat sie einfach losgemacht. Erst ist sie los gekrabbelt und hat sich dann direkt im Anschluss an mir hochgezogen. Und dann am nächsten Tag stand sie dann an der Couch. Es hat gar nicht lange gedauert, da hatte sie es raus und war wirklich fix unterwegs! Sitzen klappt jetzt auch besser, sie kann sich alleine hinsetzen, auch wenn das noch etwas schräg aussieht.

Greifen und Nehmen sind natürlich kein Problem mehr. Rebekka ist nun dabei alles zu untersuchen, was in greifbarer Nähe ist.

 

Schwestern

Da Rebekka nun vorwärts kommt, muss Hanna ihre Sachen besser weglegen. Rebekka kommt allein in ihr Zimmer und nimmt dann natürlich alles, was so rumliegt. Und Rebekka ist wirklich gerne in Hannas Zimmer! Fast immer, wenn sie sich alleine in der Wohnung bewegt, krabbelt sie dort hin (oder ins Bad, das mag sie komischer Weise auch).

Das Rebekka so schlecht geschlafen hat in letzter Zeit, hat natürlich auch Auswirkungen auf das ganze Familienleben, denn Hanna muss dann noch öfter zurückstecken, leise sein oder warten, wenn wir Rebekka zum Schlafen bringen. Hanna ist dann jetzt doch schon etwas genervter, aber betont immer wieder, dass sie sich noch mehr Geschwister wünscht! Sie ist trotzdem immer für ihre Schwester da, nimmt sie mit zum Spielen und betuddelt sie. Für mich sieht das bei den beiden nach einer sehr gesunden Beziehung aus bis jetzt und ich hoffe natürlich, dass das so bleibt.

 

Verschiedenes

Der zweite Zahn ist da! Gleich am Anfang des Monats kam er durch. War auch gut so, denn so kann sie die ganzen Fingerfoods natürlich viel besser abbeißen. Beide Zähne sind nun auch schon hoch geschoßen und voll einsatzbereit (:

Es scheint, als ob sie uns ruft! Als wir in Berlin waren lagen wir eines Mittags im Bett, sie liegt ganz ruhig da, schaut an einen Punkt an der Decke und mit einmal sagt sie (ganz klar und deutlich!) Hanna, Papa, Mama ! Nicht einfach so dahingesagt, sondern schön in Silben und verständlich. Ich war sowas von Baff! Sie hat auch vorher schon Mama gesagt, aber dieses typische Mama mamamam mam, also die Silbenaneinanderreihung, bei der halt auch mal dann Mama oder halt auch Papa dabei ist. Da hab ich mir noch nichts gedacht, aber das sie tatsächlich Hanna hinbekommen hat? Ich habe es dann noch zwei Mal gehört in Berlin, aber nur wenn sie ganz ruhig und konzentriert (??) war. Aber ihr Rufen ist auch gerichtet. Wenn sie mich sieht, sagt sie Mama, mamam, oder mam und wenn sie den Papa sieht, sagt sie Papa, pap, papap…Auch wenn sie nachts aufwacht ruft sie Mama/mammam

Rebekka hatte ihren ersten bewussten Kontakt mit Hund und Katze. Vor dem Hund hatte sie am ersten Tag wahnsinnige Angst und hat schon geweint, wenn er sie nur schief angeschaut hat, aber danach war sie nicht mehr zu stoppen. Immer drauf auf den Hund, immer hinterher, Hauptsache anfassen (was wohl eher kneifen und nicht so schön war, ergo: der Hund hat ziemlich schnell gelernt Reißaus zu nehmen, wenn er Rebekka gesehen hat :D)

Vor der Katze hatte sie von Anfang an keine Angst und wollte sie auch immer anfassen.

Das war Rebekkas 8. Monat. Sie ist ja nun schon 9. Monate, was heißt, dass ich schon wieder am neuen Monatsbericht sitze! Dieser soll so schnell wie möglich online kommen, damit ich zeitlich mal wieder richtig liege!

Bis dahin,

eure Jenny

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